Zwei Moorraupen der Bundeswehr im Einsatz © Bundeswehr/WTD91

Nach Moorbrand: Spezialgeräte helfen bei Wiedervernässung

Stand: 11.11.2021 16:22 Uhr

Mehr als 1.000 Hektar Moor brannten nach einem Raketentest der Bundeswehr in Meppen im Herbst 2018. Seither wird das stark geschädigte Feuchtgebiet renaturiert. Moorraupen sollen dabei helfen.

Um das Austrocknen des Bodens zu verhindern, muss laut Bundeswehr für Moore untypische Vegetation entfernt werden. Die drei neuen Moorraupen sollen deshalb besonders junge Birken und Pappeln ausreißen und zerkleinern. Die Maschinen seien so gebaut, dass sie auf den Boden weniger Druck als ein menschlicher Fuß abgeben und kaum einsinken, wie Klaus Steinl, Leiter des Bundeswehr-Dienstleistungszentrum Leer, erklärte. Außerdem könnten sie bis zu einer Entfernung von 1,5 Kilometern ferngesteuert werden.

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Alle Maschinen sind sicher vor Blindgängern

Bereits seit Januar sind auf dem Areal der Wehrtechnischen Dienststelle (WTD) 91 in Meppen Moorraupen im Einsatz. Beim Roden der kleinen Bäume setzt die Bundeswehr zudem Transportschlepper und Bagger ein. Weil auf dem Übungsgelände Blindgänger liegen, sind alle Maschinen munitionsgeschützt.

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Dieses Thema im Programm:

Regional Osnabrück | 01.10.2021 | 13:30 Uhr

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