Stand: 14.09.2018 19:43 Uhr

Bistum Osnabrück: 68 Missbrauchsfälle aktenkundig

Das Bistum Osnabrück hat auf Anfrage des NDR als erstes in Niedersachsen eigene Zahlen offen gelegt, die in die Missbrauchs-Studie der katholischen Deutschen Bischofskonferenz eingeflossen sind. Demnach sind 68 Kinder und Jugendliche zwischen 1946 und 2015 missbraucht worden. Für die Taten kommen 35 Geistliche infrage. Diese Fälle sind dokumentiert, die Dunkelziffer könnte noch höher liegen. Deutschlandweit gab es in dem genannten Untersuchungszeitraum bei 1.670 Geistlichen den Hinweis auf sexuellen Missbrauch Minderjähriger. 3.677 Kinder und Jugendliche sind als Opfer dieser Taten dokumentiert.

Bistum wollte Zahlen nicht länger zurückhalten

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3.677 Opfer von sexuellen Übergriffen

Fünf Jahre lang wurde im Rahmen einer Studie untersucht, wie hoch die Anzahl der sexuellen Übergriffe in der katholischen Kirche ist. Tausende Fälle wurden dokumentiert, die Dunkelziffer liegt vermutlich höher. extern

Die gesamte Studie soll am 25. September in Fulda vorgestellt werden. Parallel dazu werden die Bistümer ihre eigenen Fälle offen legen und erklären, wie sie damit umgehen. Weil das gesamte Ausmaß der jetzt bekannt gewordenen Fälle so erschreckend sei, wolle das Bistum Osnabrück die Zahlen nicht länger zurückhalten, sagte Bistums-Sprecher Kai Mennigmann. Anders als in anderen Bistümern gebe es in Osnabrück keine Hinweise auf manipulierte oder gar gefälschte Akten, so Mennigmann.

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Aktuell | 14.09.2018 | 12:00 Uhr

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