Stand: 11.11.2019 12:49 Uhr  - NDR 1 Niedersachsen

Vorwürfe gegen Oldenburger Schlachthof bestätigt

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Ein Gutachten bestätigt, dass in dem Schlachthof in Oldenburg Rinder "erhebliche Schmerzen" erlitten haben. (Archivbild)

Die Quälereivorwürfe gegen Mitarbeiter eines Schlachthofs in Oldenburg haben sich bestätigt. In elf Fällen liegen einem Gutachten zufolge Verstöße nach dem Tierschutzgesetz vor, wie die Staatsanwaltschaft am Montag mitteilte. Die Ermittlungen gegen den Betrieb stünden kurz vor dem Abschluss. Voraussichtlich Anfang kommenden Jahres werde über das weitere Vorgehen entschieden.

Gutachten: "Erhebliche Schmerzen" für Tiere

"Laut Gutachten soll es zu Straftaten gekommen sein, nicht nur zu Ordnungswidrigkeiten, etwa durch den unsachgemäßen Einsatz von elektrischen Treibgeräten", sagte Behördensprecher Thorsten Stein. Das Gutachten habe das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit im Auftrag der Staatsanwaltschaft erstellt. Demnach seien "den Tieren etwa bei der Schlachtung länger anhaltende erhebliche Schmerzen oder Leiden zugefügt worden", sagte Stein.

Betrieb in Schlachthof läuft nach Umbau wieder

Im Herbst vergangenen Jahres hatten Tierschutzorganisationen Videoaufnahmen aus dem Schlachthof veröffentlicht, auf denen zu sehen war, wie Rinder mutmaßlich mit Stromstößen malträtiert und ohne Betäubung getötet wurden. Der Schlachthof schloss nach Bekanntwerden der Vorwürfe, öffnete nach einer Umbaupause im Frühjahr aber wieder.

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Aktuell | 11.11.2019 | 12:00 Uhr

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