Stand: 25.03.2019 19:53 Uhr

VW-Werk Emden: Gütetermin gescheitert

Mehrere befristet Beschäftigte des VW-Werks Emden wollen ihr drohendes Job-Aus nicht akzeptieren. Ein erster Gütetermin scheiterte.

Ab 2022 sollen vom Band im VW-Werk in Emden nur noch Elektroautos rollen. Dazu werden künftig aber weniger Mitarbeiter gebraucht. Festangestellten Mitarbeitern bieten sich mehrere Möglichkeiten: Sie können sich eine Abfindung auszahlen lassen, in Frührente gehen oder in ein anderes Werk des Konzerns Volkswagen wechseln. Für rund 500 befristet Beschäftigte gibt es solche Angebot derweil nicht. Denn ihre Verträge sind nur befristet und sollen nicht verlängert werden. Dagegen wehren sich einige von ihnen nun vor dem Arbeitsgericht Emden. Sie wollen bei VW weiterbeschäftigt werden. Ein erster Gütetermin am Montag scheiterte allerdings.

VW bot feste Jobs andernorts an

Volkswagen macht derweil deutlich, dass auch den befristet Beschäftigten ein Angebot gemacht wurde. Obwohl der Konzern nicht dazu verpflichtet sei, habe das Unternehmen den Betroffenen angeboten, ein festes Arbeitsverhältnis im Werk in Kassel an oder die Option zu Porsche nach Baden-Württemberg zu wechseln. Nur eine feste Übernahme am Standort Emden sei nicht möglich, sagte ein Konzernsprecher NDR 1 Niedersachsen.

Nächster Gerichtstermin Ende Mai

Die von VW gemachten Angebote wollen allerdings nicht alle befristet Beschäftigten nutzen, sagte ein Rechtsanwalt. Grundsätzlich dürfen Unternehmen nur zwei Jahre lang befristete Verträge ausstellen. Danach müssen die Arbeiter entweder entfristet werden oder das Unternehmen ganz verlassen. Die Kläger argumentieren aber, dass sie viel länger für VW gearbeitet hätten. Denn zuvor seien sie drei Jahre lang bei einer Zeitarbeitsfirma beschäftigt gewesen. Das Verfahren soll Ende Mai vor dem Arbeitsgericht Emden fortgesetzt werden.

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Dieses Thema im Programm:

Niedersachsen 18.00 | 25.03.2019 | 18:00 Uhr

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