Schiffsbesucherin Angela Homuth und Hausmeisterin Tanja Baumann packen Päckchen © NDR Foto: Jutta Przygoda

Trotz Pandemie: Ein Stück Heimat auf See in Wilhelmshaven

Stand: 19.12.2020 15:29 Uhr

Aufgrund der Corona-Pandemie können viele Seeleute ihre Schiffe seit Monaten nicht verlassen. Die Seemannsmission Wilhelmshaven hat Geschenke an Bord gebracht.

In jede Tüte kommen Weihnachtsschokolade, Shampoo sowie selbstgestrickte Socken und Mützen. Das Stricken der Mützen und Socken haben Frauen der Kirchengemeinde Voslapp übernommen, die Seemannsmission steuert Hygieneartikel und Süßigkeiten bei. Angela Homuth bringt die Präsente an Bord. Zwischen 15 bis 20 Mann Besatzung trifft sie in der Regel an. "Das ist schon traurig, wie die vergessen werden, für mich eine Art moderne Sklaverei", sagt sie. Aufgrund der Corona-Pandemie gelten strenge Einreiseregeln, für viele Seeleute sind die Heimatflüge ausgefallen.

Aktion läuft bis in den Januar

500 Päckchen will die Seemannsmission in diesem Jahr verteilen. Laut Wilfrid Adam, Vorsitzender der Seemannsmission, bekommt jedes Schiff, das in der Advents- und Weihnachtszeit Wilhelmshaven anläuft, Geschenke. Dafür sorgen sie mit 14 ehrenamtlichen Kolleginnen und Kollegen. Bis die orthodoxen Christen am 6. und 7. Januar Weihnachten feiern, läuft die Aktion. Denn zu den Besatzungen gehörten auch viele Russen und Ukrainer orthodoxen Glaubens.

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Das Kreuzfahrtschiff "Mein Schiff 3" liegt im Hafen. © dpa-Bildfunk Foto: Sina Schuldt

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Mitarbeiter der Deutschen Seemannsmission haben gespendete Hygieneartikel und Schokolade an Bord der "Mein Schiff 3" gebracht. Die Situation habe sich "deutlich beruhigt", hieß es. (10.05.2020) mehr

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Aktuell | 16.12.2020 | 17:00 Uhr

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