Schillig: Viele Urlauber halten sich am Strand auf. © dpa-Bildfunk Foto: Hauke-Christian Dittrich

Tourismustag Nordsee fordert Hilfe von der Politik

Stand: 05.02.2021 20:26 Uhr

Beim Tourismustag Nordsee standen die Auswirkungen der Corona-Pandemie im Mittelpunkt. Die Branche brauche dringend Hilfe, um über die Runden zu kommen, betonten die Verantwortlichen.

Für einige Betriebe werde es finanziell eng, weil voraussichtlich zum zweiten Mal das Ostergeschäft verloren gehe, sagte der Sprecher des Stadtverbands Wilhelmshaven des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbands (Dehoga), Olaf Stamsen, gegenüber NDR 1 Niedersachsen. "Zudem verlieren wir unser Personal, weil es über Monate kein Geld verdienen kann und sich inzwischen andere Jobs sucht."

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Doch es gibt auch Hoffnungsschimmer: Im vergangenen Sommer seien 50 Prozent der Gäste zum ersten Mal an der Nordsee gewesen, so Stamsen. "Das müssen wir nutzen und mit allen Mitteln für die hiesige Küste werben." Deshalb arbeitet die Region an einem gemeinsamen Marketing, einer Dachmarke Nordsee, über die auf dem virtuellen Tourismustag gesprochen werden soll. Geplant ist die Gründung einer Agentur, unter der sieben Landkreise und drei Städte zusammenarbeiten sollen.

Ambrosy appelliert an Politik

Der Vorsitzende des Tourismusverbandes Nordsee, Frieslands Landrat Sven Ambrosy, richtete zudem eine dringende Bitte an die Politik. Das Bundeswirtschaftsministerium müsse liefern und die zugesagten Hilfen an Hotels und Betriebe sofort auszahlen, forderte Ambrosy. Außerdem seien Perspektiven nötig, wann der Betrieb wieder losgehen kann. Nur so könne gebucht und auch das Personal wieder zur Saison eingestellt werden.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Aktuell | 05.02.2021 | 12:00 Uhr

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