Stand: 08.12.2018 19:54 Uhr

Oldenburg: Demo für Schlachthof-Schließung

Rund 250 Menschen haben an Sonnabend vor dem wegen mutmaßlicher Tierschutzverstöße in die Kritik geratenen Rinderschlachthof in Oldenburg demonstriert. Die Tierschützer fordern, dass der Betrieb endgültig geschlossen wird. Außerdem präsentierte das Deutsche Tierschutzbüro neues, heimlich gefilmtes Videomaterialwährend während des Protests. Auf den Bildern seien weitere Fälle von Tierquälerei in dem Schlachthof dokumentiert, sagte ein Sprecher der Organisation. Die Aktivisten belasten damit auch Amtstierärzte der Stadt. Sie sollen zugeschaut haben, wie Tiere gelitten hätten und gequält worden seien: In mehreren Fällen sollen sie nicht eingeschritten sein, als Tiere getreten oder mit Elektroschockern malträtiert wurden.

Demonstranten in Oldenburg halten Buchstaben hoch, die die Worte "Schlachthof schließen!" ergeben.

Schlachthof-Skandal: Oldenburg stützt Veterinäre

Hallo Niedersachsen -

Rund 200 Menschen haben für die Schließung des Oldenburger Rinderschlachthofs demonstriert. Was die Rolle der Amtstierärzte angeht, sieht die Stadt keine Hinweise auf Verfehlungen.

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Tierärzte aus Nordrhein-Westfalen sehen Anzeichen für Pflichtverletzung

Die Stadt Oldenburg sieht nach wie vor keinen Grund gegen einige Amtstierärzte disziplinarisch vorzugehen. Ein Sprecher sagte, es gebe keine Hinweise darauf, dass seitens der Veterinäre gegen den Tierschutz verstoßen wurde. Tierärzte aus Nordrhein-Westfalen sind da anderer Meinung. Das NDR-Fernsehmagazin Hallo Niedersachsen zeigte ihnen das neue Videomaterial, und sie sehen deutliche Anzeichen dafür, dass die Oldenburger Kollegen ihre Pflicht verletzt haben.

Anfang November hatte das Deutsche Tierschutzbüro die Tierquälerei in dem Oldenburger Rinderschlachthof veröffentlicht. Die Staatsanwaltschaft ermittelt.

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Dieses Thema im Programm:

Hallo Niedersachsen | 08.12.2018 | 19:30 Uhr

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