Stand: 19.03.2020 09:40 Uhr  - NDR 1 Niedersachsen

Ohne Zuschauer: "Iona" passiert das Emssperrwerk

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Bereits am Donnerstagmorgen fuhr die "Iona" durch das Emssperrwerk.

Ohne die normalerweise übliche Zuschauerbegleitung ist die "Iona" in der Nacht zu Donnerstag über die Ems in Richtung Nordsee überführt worden. Bereits am Morgen konnte das neueste Kreuzfahrtschiff der Meyer Werft - eine Tide früher als geplant - das Emssperrwerk passieren. Eigentlich sollte die Passage erst am Abend erfolgen. Schaulustige waren wegen der Corona-Krise gebeten worden, auf einen Besuch am Sperrwerk oder auf den Deichen zu verzichten. Der Landkreis Leer und die Stadt Papenburg hatten Menschenansammlungen von mehr als zehn Personen per Allgemeinverfügung untersagt. NDR.de hat wegen des Coronavirus auf einen Livestream von der Überführung verzichtet. Wir bitten um Verständnis.

Menschen sollen zu Hause bleiben

Die "Iona" hatte am Mittwochabend den Werfthafen in Papenburg verlassen. Die Polizei war mit einem Großaufgebot vor Ort. Nach Angaben der Beamten waren am Hafengelände nur vereinzelt Menschen zu sehen. Der Leeraner Landrat Matthias Groote (SPD) hatte an die Bevölkerung appelliert, grundsätzlich zu Hause zu bleiben. Der Besucherparkplatz der Meyer Werft wurde geschlossen.

Präventionsmaßnahmen auch an Bord

Auch auf dem Schiff kommt es wegen des Coronavirus zu Veränderungen. Normalerweise wären die 2.000 Mann starke Crew und Hunderte Arbeiter an Bord, um Arbeitsabläufe zu testen und den Innenausbau fertigzustellen. Wegen Corona wurde die Personenzahl jedoch deutlich reduziert. Alle Arbeiter, die an Bord der "Iona" gingen, mussten ihre Temperatur messen lassen. Außerdem wurden Arbeitsabläufe entzerrt, damit möglichst keine großen Gruppen auf engem Raum zusammenkommen. Ein Werftsprecher sagte NDR 1 Niedersachsen, dass noch unklar sei, wann das Schiff an die Reederei übergeben werden muss. Für die ersten Fahrten gebe es aufgrund der Corona-Pandemie aktuell ohnehin keinen Markt.

Mitarbeiter mit Coronavirus infiziert

Die Meyer Werft hatte nach NDR Informationen die ursprünglich für das Wochenende geplante Überführung wegen eines Corona-Falls vorgezogen. Ein Elektriker der Stammbelegschaft soll sich mit dem Coronavirus infiziert haben. Der Mann habe in einer kleinen Abteilung gearbeitet, sagte der Werftsprecher. Er und drei weitere Kollegen seien in häuslicher Quarantäne. Um den Kontakt der Mitarbeiter so gering wie möglich zu halten, sollte die Werft in Zonen aufgeteilt werden. Die Arbeiter dürfen sich dann nur in ihren jeweiligen Abschnitten aufhalten.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Regional Oldenburg | 19.03.2020 | 09:30 Uhr

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