Ein Taucher untersucht den Meeresgrund. © NDR

Forscher brechen zu Weltkriegs-Wrack "SMS Mainz" auf

Stand: 07.04.2021 19:38 Uhr

Mitarbeiter des Deutschen Schifffahrtsmuseums (DSM) in Bremerhaven wollen herausfinden, inwieweit von der Alt-Munition an Bord der "SMS Mainz" Gefahren ausgehen.

Ein Taucher vor einer zu sprengenden Mine in der Ostsee © Kampfmittelräumdienst des LKA
Noch immer liegen Munition und Schiffswracks aus den Weltkriegen auf dem Grund der Meere. (Themenbild)

Das Kriegsschiff wurde 1914 westlich von Helgoland versenkt. Rund um das Wrack wollen die Unterwasserarchäologen nun Proben nehmen. Deren Analyse soll zeigen, welche Auswirkungen es auf die Umwelt hat, wenn sich alte Waffen, Granaten und Minen im Meer zersetzen. Darüber ist bisher laut Schifffahrtsmuseum wenig bekannt. Versuche in der Ostsee wiesen aber bereits auf Umweltgefahren hin. In der Nordsee sei die Situation durch die Tide und die Strömung noch einmal eine andere.

Ergebnisse werden in Ausstellung präsentiert

Sollte die Zeit reichen, wollen die Fachleute noch zwei weitere Schiffswracks in der Nähe untersuchen. Nach offiziellen Schätzungen liegen allein in der Nordsee rund 1,3 Millionen Tonnen Munition aus den Weltkriegen. Ein Forschungsteam unter Leitung des DSM untersucht seit 2018 die Gefahren durch Alt-Munition im Meer. Ab August sollen die Ergebnisse in einer Wanderausstellung präsentiert werden.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Regional Oldenburg | 07.04.2021 | 13:30 Uhr

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