Stand: 13.07.2018 12:10 Uhr

Sprung aus Führerhaus: Lkw-Fahrer rettet sich

Das Führerhaus des 7,5-Tonners wurde bei dem Unfall schwer beschädigt.

Es ist ein Unfall, wie er auf Autobahnen leider immer wieder vorkommt - oft mit tödlichem Ausgang. Auf der A27 zwischen den Anschlussstellen Walsrode-West und Verden-Ost hatte ein 26-jähriger Lkw-Fahrer gegen 2.30 Uhr das Ende eines Staus übersehen, der sich an einer gerade eingerichteten Baustelle entwickelt hatte. Mit nahezu unverminderter Geschwindigkeit prallte der Sattelzug auf einen stehenden 7,5-Tonner und schob diesen auf einen davor stehenden Lkw mit Anhänger.

Aus dem Führerhaus hinter die Schutzwand

Üblicherweise müssten an dieser Stelle Ausführungen über die Verletzungen des Fahrers erfolgen. In diesem Fall bleibt dies aus. Das hat vor allem mit der bemerkenswerten Reaktion des 51-jährigen Fahrers des 7,5 Tonners zu tun. Nach Angaben der Polizei Verden sprang dieser, als er den nicht bremsenden Lkw im Rückspiegel erkannte, aus seinem Führerhaus und brachte sich anschließend hinter den für die Baustelle errichteten Betongleitschutzwänden in Sicherheit. "Die Polizei Verden geht davon aus, dass der Mann sich - wenn er nicht so reagiert hätte - schwer verletzt hätte", sagte Polizeisprecher Helge Cassens NDR.de und verwies auf den Zustand des Führerhauses nach dem Unfall. Dieses wurden gleich an mehreren Stellen eingedrückt und schwer beschädigt.

Polizei lobt Verhalten

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Polizeisprecher Cassens lobt das Verhalten des Mannes. Er habe "in diesem Fall alles richtig gemacht". Insbesondere geht es ihm dabei um das Verhalten des 51-Jährigen im Stau. Durch das Beobachten des Verkehrs im Rückspiegel habe der Mann die Gefahr erst erkennen können. Dies sei die Voraussetzung für die eigene Rettung gewesen. Und der Sprung aus dem Führerhaus? Cassens tut sich hier schwer mit einer Bewertung. Dies sei schwer zu sagen und hänge vom jeweiligen Einzelfall ab, so der Sprecher.

Schaden von 150.000 Euro

Glück im Unglück beim Lkw-Unfall hatte auch der Unfallverursacher: Der 26-Jährige wurde lediglich leicht verletzt. Die Polizei Verden spricht von einem "glücklichen Umstand", dass der Unfall nicht folgenschwerer für die beteiligten Menschen ausging. Wie enorm die Kräfte waren, zeigt der entstandene Schaden, den die Polizei auf 150.000 Euro schätzt. Entsprechend zogen sich auch die Aufräumarbeiten hin. Erst nach mehreren Stunden konnte die A27 gegen 9 Uhr wieder für den Verkehr freigegeben werden.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Regional Lüneburg | 13.07.2018 | 07:30 Uhr

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