VIDEO: Küstenschutz in Zeiten des Klimawandels - eine Mammutaufgabe (2 Min)

Küstenschutz: Landkreis Stade benötigt 400 Millionen Euro

Stand: 21.04.2021 21:14 Uhr

Der Landkreis Stade drängt auf mehr personelle und finanzielle Kapazitäten beim Küstenschutz an Flussmündungen. Dies sei eine existenzielle Aufgabe, sagte Landrat Michael Roesberg (parteilos).

"Die 100.000 Menschen allein hinter den Elbdeichen des Landkreises Stade haben da klare Forderungen", so Roesberg in einer Mitteilung. Angesichts des durch die globale Erwärmung steigenden Meeresspiegels müssten die Sturmflutbollwerke in den nächsten Jahrzehnten deutlich erhöht werden - an der Unterelbe um rund einen Meter. Für eine Realisierung der Baumaßnahmen seien der Bund und das Land gefragt. Fachleute gingen allein für Sicherungsmaßnahmen an Hauptdeichen und Sperrwerken im Landkreis Stade von geschätzten Kosten von 400 Millionen Euro für die kommenden 30 Jahre aus.

"Nur im Schulterschluss zu packen"

"Es ist deutlich geworden, dass die Mammutaufgabe Küstenschutz in den nächsten Jahrzehnten nur im engen Schulterschluss von Bund, Land Niedersachsen, Landkreisen und Deichverbänden zu packen ist", sagte Roesberg auf der digitalen "Konferenz Küstenschutz an der Unterelbe", zu der 38 Experten aus Behörden und Deichverbänden sowie Vertreter von Kommunen zugeschaltet waren. "Dazu bedarf es dringend einer weitaus besseren finanziellen und personellen Ausstattung."

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Ein alter Kran im Lüneburger Hafenviertel. © NDR Foto: Julius Matuschik
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NDR 1 Niedersachsen | Regional Lüneburg | 22.04.2021 | 06:30 Uhr

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