Stand: 16.03.2018 07:12 Uhr

Kaserne in Hannover bekommt neuen Namen

Die Soldaten der Emmich-Cambrai-Kaserne wünschten sich einen unbelasteten Namen für ihre Kaserne. Der kommt nun.

Die Emmich-Cambrai-Kaserne in Hannover wird umbenannt. Sie soll künftig den Namen des in Afghanistan gefallenen Feldjägers Tobias Lagenstein tragen und fortan Hauptfeldwebel-Lagenstein-Kaserne heißen. Das Bundesverteidigungsministerium bestätigte einen entsprechenden Bericht des Blogs "Augen geradeaus" vom Donnerstag. Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) will demnach der Umbenennung am 28. März beiwohnen. Es ist das erste Mal, dass ein in einem Auslandseinsatz gefallener Bundeswehrsoldat Namensgeber einer Kaserne wird.

Lagenstein fiel 2011 in Afghanistan

Der früher in Hannover stationierte Feldjäger Lagenstein war 2011 im Alter von 31 Jahren bei einem Anschlag in Afghanistan getötet worden. In der Kaserne in Hannover ist die Schule für Feldjäger und Stabsdienst der Bundeswehr untergebracht.

Soldaten stimmten über Umbenennung ab

Im Zuge des Skandals um den rechtsextremen Soldaten Franco A. hätten Soldaten der Kaserne in Hannover darüber abgestimmt, ihrem Standort einen Namen ohne Vorbelastung zu geben, berichtete die "Hannoversche Allgemeine Zeitung" (HAZ) Anfang Februar. Der erste Teil des jetzigen Kasernennamens erinnert an den preußischen General Otto von Emmich, dessen Rolle beim deutschen Einmarsch in Belgien im Ersten Weltkrieg umstritten ist. Cambrai ist der Name der nordfranzösischen Stadt, die im Ersten Weltkrieg von deutschen Truppen besetzt wurde und in der es die erste größere Panzerschlacht gab.

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Regional Hannover | 16.03.2018 | 06:30 Uhr

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