Stand: 10.06.2020 11:26 Uhr

Corona-Krise: Plant Conti weiteren Stellenabbau?

Das Continental-Werk in Hannover-Stöcken. © dpa
Keine Jobgarantien bei Continental - der Stellenabbau geht offenbar weiter. (Themenbild)

Der Autozulieferer Continental will offenbar seinen Sparkurs wegen der Corona-Krise erneut verschärfen und plant einen weiteren Stellenabbau. Es werde sehr wahrscheinlich zu Kündigungen kommen, sagte Conti-Chef Elmar Degenhart in einem internen Video. Das berichtet die "Wirtschaftswoche". Demnach müsse das Unternehmen voraussichtlich einige Hundert Millionen Euro sparen. "Wir können aktuell keine Jobgarantien geben", so Degenhardt. "Die Wahrscheinlichkeit, dass wir über Kündigungen sprechen müssen, ist sehr, sehr hoch", sagte der Manager. Bei Continental läuft bereits ein Stellenabbau wegen des Umbruchs in der Auto- und Maschinenbauindustrie.

20 Prozent weniger Produktionsvolumen erwartet

2020 würde das Produktionsvolumen im Vergleich zum Vorjahr wahrscheinlich um mehr als 20 Prozent fallen, so Degenhardt weiter. Zum Vergleich: 2009, nach der Finanzkrise, seien es nur 12 Prozent gewesen. Er habe die Hoffnung aufgegeben, dass die Konjunkturpakete aus der Politik gut und effektiv genug seien, um die Automobilmärkte kurzfristig in Schwung zu bringen, sagte Degenhardt.

Ein Konzernsprecher wollte sich nicht zu dem Zeitungsbericht äußern. Auch der Betriebsrat von Continental lehnte eine Stellungnahme ab.

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NDR 1 Niedersachsen | Regional Hannover | 07.05.2020 | 12:00 Uhr

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