Stand: 12.05.2017 12:54 Uhr

Atomkraftgegnerin sitzt Geldstrafe ab

Die Lüneburger Atomkraftgegnerin Hanna Poddig hat in Hildesheim am Donnerstag eine mehrwöchige Haftstrafe angetreten. Sie hatte sich nach einer Ankettaktion geweigert, eine Geldstrafe in Höhe von 1.650 Euro zu zahlen. Statt dessen sitzt sie nun eine Ersatzfreiheitsstrafe von 110 Tagen ab. Auf ihrem Weg zur Hildesheimer Justizvollzugsanstalt wurde sie von Unterstützern begleitet.

Aktivistin will Geldstrafe nicht zahlen

Die Aktivistin hatte gemeinsam mit anderen Umweltschützern im Jahr 2012 in Nordrhein-Westfalen einen Zug mit Uranabfällen blockiert. Das Landgericht Münster verurteilte sie deswegen zu der Geldstrafe. "Natürlich könnte ich das Geld auch zahlen, aber das würde diese absolut unangemessene Strafe weniger sichtbar machen", sagte Poddig unmittelbar vor Haftantritt.


12.05.2017 12:54 Uhr

Hinweis der Redaktion: In einer ersten Fassung dieses Artikels hatten wir geschrieben "Deshalb seien 110 Tage Erzwingungshaft gegen sie verhängt worden, sagte die 31-Jährige gegenüber der Nachrichtenagentur epd." Der Begriff der Erzwingungshaft ist an dieser Stelle falsch benutzt worden. Tatsächlich handelt es sich in diesem Fall um eine Ersatzfreiheitsstrafe.

 

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Hallo Niedersachsen | 06.04.2016 | 19:30 Uhr

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