Lichtbild des vermissten Karsten Manczak. © Polizei Goslar

Vermisster Karsten M.: Viele Hinweise nach "Aktenzeichen XY"

Stand: 19.08.2021 13:27 Uhr

Der Fernsehaufruf in "Aktenzeichen XY" zu dem vermissten Karsten M. aus dem Landkreis Goslar hat der Polizei rund 30 Hinweise geliefert. Die meisten bezogen sich auf Baustellenmaterial.

Ein Tatverdächtiger soll das Material Ende April gekauft haben. Das teilte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft dem NDR in Niedersachsen mit. Angaben zu einem gesuchten Taxifahrer oder einer Taxifahrerin, der oder die den Verdächtigen vom Expo-Gelände in Hannover abgeholt haben soll, seien dagegen keine dabei gewesen. Die Folge der ZDF-Sendung war am Mittwochabend ausgestrahlt worden. Die Polizei geht davon aus, dass Karsten M. tot ist. Im Verdacht, den verschwundenen 51-Jährigen getötet zu haben, steht ein Bundespolizist, der in Untersuchungshaft sitzt. Der 50-Jährige bestreitet die Tat. Die Mordkommission suche indes "mit viel Personal" nach dem Vermissten, teilte die Polizei mit.

Polizei sucht einen Taxifahrer

Dass der Fall in der bekannten Kriminalsendung zum Thema gemacht wurde, sei ein weiterer Versuch, Hinweise der Bevölkerung zu erhalten, so die Ermittelnden. Die Suche konzentriert sich laut Staatsanwaltschaft und Polizei weiter auf einen Taxifahrer, der am 13. April zwischen 9.30 Uhr und 10 Uhr einen Mann am ehemaligen Expo-Gelände in Hannover mitgenommen hat. Auch erhoffen sich die Beamten Zeugen für die Zeit, bevor das Auto des 51-jährigen Vermissten auf dem Expo-Gelände abgestellt wurde - also für den Zeitraum zwischen etwa 5.30 Uhr und 9.30 Uhr am selben Tag.

Betonfüße und Stacheldraht im Fokus

Im Garten von Karsten M. in Liebenburg waren den Ermittelnden zufolge Blutspuren festgestellt worden, ebenso in seinem Auto, das drei Tage später in Hannover gefunden wurde. Die Ermittelnden suchen nach Gegenständen, die der 50-jährige Verdächtige nach dem Verschwinden von M. in verschiedenen Baumärkten der Region sowie im Raum Bitterfeld in Sachsen-Anhalt gekauft haben soll. Von ihnen fehle bislang jede Spur. Dabei handele es sich um elf Rasengittersteine, 16 Baustahlmatten, zudem Bauzaunelemente, Betonfüße sowie mehrere Rollen Stacheldraht.

Ging es um einen Beziehungsstreit?

Nach einer früheren Polizeimitteilung waren Opfer und Beschuldigter befreundet. In einem Konflikt zwischen den Männern könnte es um eine Frau gegangen sein, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Braunschweig.

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Aktuell | 19.08.2021 | 08:00 Uhr

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