Hann. Münden: Ein Jahr nach dem Brand klaffen noch Lücken
Ein Jahr ist es her, dass ein Feuer in der Altstadt von Hann. Münden mehrere Häuser zerstörte. Längst nicht alle Lücken konnten bis heute geschlossen werden.
So zum Beispiel in der Rosenstraße. Das Gebäude musste abgerissen werden. "Ein Totalverlust", sagte Stadtsprecherin Julia Bytom. Die Stadt zeigte sich erfreut darüber, dass sich die Eigentümerinnen und Eigentümer aller sieben vom Brand betroffenen Grundstücke in Verhandlungen mit Investoren befänden. Der Darstellung einer Nachrichtenagentur, der zufolge stellenweise der Denkmalschutz den Wiederaufbau verlangsame, widersprach Bytom nachdrücklich.
Stadt will für Brandschutz sensibilisieren
Sieben Fachwerkhäuser waren bei dem Brand im November 2020 beschädigt worden. Die drei leichter beschädigten Gebäude sollen wie vor dem Brand oder mit kleineren Anpassungen wieder aufgebaut werden. Teilweise sollen sie im Dezember fertig sein. Ein Punkt, um den sich die Stadt nun besonders kümmern will, ist der Brandschutz. In den vergangenen Jahren sind immer wieder Brände in Fachwerkhäusern ausgebrochen. Gemeinsam mit vier weiteren Fachwerkstädten aus der Region will Hann. Münden einen Diskurs zu Handlungsempfehlungen für Fachwerkstädte und Möglichkeiten der Förderung von Brandschutzmaßnahmen anstoßen. Dafür schickten sie einen Brief an den niedersächsischen Bauminister Olaf Lies (SPD). Darüber hinaus arbeitet die Stadt laut Bytom an einem mehrsprachigen Flyer, der die Menschen, die in den Altstadtgebäuden wohnen, für den Brandschutz sensibilisieren soll.
Historische Altstadt als Besuchermagnet
Die historische Altstadt ist wichtig für den Tourismus, Baulücken sind unerwünscht. Im Jahr 2019 hatte es nach Angaben der Hann. Münden Marketinggesellschaft ohne Ferienwohnungen rund 183.000 Übernachtungen bei 96.000 Gästeankünften gegeben. Es sei das touristisch stärkste Jahr in der Geschichte der Stadt gewesen.
