Stand: 04.10.2019 18:46 Uhr

Zwei Todesfälle: Warnung vor Wurst aus Hessen

Das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit in Braunschweig warnt auch für Niedersachsen, Hamburg und Bremen vor Wurstwaren der Firma Wilke. Grund für die Warnung sei ein "möglicher Zusammenhang von Produkten der Firma Wilke mit einem lebensmittelbedingten Krankheitsausbruch", teilte das Bundesamt über das Portal www.lebensmittelwarnung.de mit. Das betroffene Produkt trage das Identitätskennzeichen "DE EV 203 EG". Möglicherweise sind zwei Menschen infolge des Verzehrs von Wilke-Wurst gestorben.

Bakterien können lebensbedrohlich sein

Die Wurstwaren seien auch in loser Form via Wursttheken verkauft worden, heißt es in der Mitteilung der Verbraucherschützer. Betroffen seien alle Produkte des in Twistetal-Berndorf im nordhessischen Landkreis Waldeck-Frankenberg ansässigen Fleisch- und Wurstherstellers. In mehreren Fällen seien in Wurstprodukten Listerien nachgewiesen worden. Listerien sind Bakterien, die zu Durchfall und Fieber führen können. Für Menschen mit einem geschwächten Immunsystem können sie lebensgefährlich sein. Das Bundesinstitut für Risikobewertung informiert in einer Broschüre ausführlich über Maßnahmen zum Schutz vor Lebensmittelinfektionen mit Listerien.

Todesfälle zu 99,6 Prozent durch Wilke-Wurst

Ein Sprecher des Landkreises Waldeck-Frankenberg bestätigte zwei Todesfälle in Südhessen, die laut Gutachten mit einer Wahrscheinlichkeit von 99,6 Prozent im Zusammenhang mit Wilke-Produkten stünden. Es gebe zudem 37 weitere Krankheitsfälle, die möglicherweise auf Wurstwaren der Firma zurückzuführen seien. Die Behörden hatten am Mittwoch die Produktion des Wurstherstellers in Nordhessen vorläufig geschlossen. Inzwischen hat Wilke Insolvenz angemeldet.

Weitere Informationen

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Aktuell | 04.10.2019 | 15:00 Uhr

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