Ein Justizbeamter geht über einen langen Flur in der Justizvollzugsanstalt Sehnde bei Hannover. © picture alliance Foto: Julian Stratenschulte

Personalmangel in der JVA: Verband fordert 200 neue Jobs

Stand: 23.09.2021 11:32 Uhr

Der Verband Niedersächsischer Strafvollzugsbediensteter (VNSB) beklagt Personalmangel. Mindestens 200 weitere Mitarbeitende wären nötig. Die Corona-Krise habe die Situation verschärft.

"Seit Jahren steigen nur die Anforderungen an die Bediensteten, nicht aber die Anzahl der Kollegen", kritisierte der VNSB-Vorsitzende Oliver Mageney. Der Betrieb von Gefängnissen sei insbesondere in Zeiten der Corona-Pandemie nur mit einer großen Kraftanstrengung möglich. Zudem müssten sich Mitarbeitende im Strafvollzug immer häufiger um Häftlinge kümmern, die aus Krisengebieten stammen und psychisch krank sind. "Das kostet Zeit", sagte Mageney.

Impfquote unter Häftlingen schwankt stark

Derzeit würden auf einen Bediensteten in den Früh- und Spätschichten im Schnitt 40 Gefangene kommen. Die Einhaltung der Corona-Maßnahmen sei unter diesen Umständen eine große Herausforderung, so Mageney. Durch Impfungen sei die Arbeit mancherorts leichter geworden, die Impfquote unter den Häftlingen schwanke jedoch stark. Wo Gefangene länger verbleiben, sei die Quote oft höher als in Anstalten mit einer hohen Fluktuation.

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Aktuell | 23.09.2021 | 07:00 Uhr

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