Niedersachsen gibt AstraZeneca vorerst nicht für alle frei

Stand: 22.04.2021 16:25 Uhr

Die Akzeptanz des Impfstoffs von AstraZeneca ist unterschiedlich. Deshalb haben einige Bundesländer die Priorisierung aufgehoben. Niedersachsen bleibt erstmal dabei.

Es gebe noch zu viele Menschen aus den Prioritätsgruppen 1 und 2, die geimpft werden könnten, heißt es aus dem Gesundheitsministerium. Daher könne die Reihenfolge nicht einfach aufgehoben werden.

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Lagerbestände nach Impf-Wochenende fast aufgebraucht

Ab Montag werden zudem offiziell Impf-Termine gegen das Coronavirus für Menschen ab 60 Jahren vergeben. Diese erhalten dann auch in der Regel AstraZeneca. Zudem steht in vielen Impfzentren im Land ein Impf-Wochenende bevor. Dann seien die Lagerbestände fast aufgebraucht, so Gesundheitsministerin Daniela Behrens (SPD). "Von daher ist das Problem, das andere Bundesländer haben, bei uns gar nicht so ausgeprägt."

Viele Dosen sind schon verplant

Der Bestand solle nach dem Impf-Wochenende aber noch einmal begutachtet werden. Allerdings sei auch schon ein gewisser Anteil der AstraZeneca-Dosen für die Zweitimpfungen verplant, so Behrens. Insgesamt macht nach Angaben des Ministeriums AstraZeneca im April, Mai und Juni nur etwa ein Viertel der Impfstoffe aus, die nach Niedersachsen geliefert werden sollen. Der größte Teil kommt demnach von Biontech. Einige Bundesländer - darunter auch Mecklenburg-Vorpommern - planen, die Impfreihenfolge bei AstraZeneca aufzuheben.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Funkbilder - der Tag | 22.04.2021 | 16:00 Uhr

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