Stand: 16.05.2020 18:03 Uhr  - NDR 1 Niedersachsen

Nach den "Eisheiligen": Mehr Sonne am Sonntag

Obstbäume in einer Plantage sind mit Raureif überzogen.
Die "Eisheiligen" sind vorbei. Langsam steigen die Temperaturen in Niedersachsen nun wieder an.

Wer nach den "Eisheiligen" auf schönes Wetter gehofft hatte, wurde zunächst enttäuscht: Der Start ins Wochenende hat in Niedersachsen zwar auch mal Sonne gebracht, sah insgesamt aber eher trüb aus. Der Sonntag soll den Meteorologen zufolge freundlicher werden. Sonne und Wolken wechseln sich laut Vorhersage ab und es bleibt trocken - lediglich zur Nordsee und Elbe hin kann es vereinzelte Schauer geben. An der Nordsee könnte es insgesamt ungemütlich werden: Dort weht am Sonntag ein frischer Westwind mit starken Böen. Mit Höchstwerten von 14 Grad auf Juist und im Oberharz bis 19 Grad in Holzminden gehen die Temperaturen wieder leicht nach oben.

Montag wird es noch etwas wärmer

Der Montag sieht mit einer Mischung aus Sonne, dichteren Wolken und etwas Regen ähnlich aus. Dann soll es aber noch etwas wärmer werden: Die Höchsttemperaturen liegen bei 15 bis 22 Grad.

"Eisheilige" entspringen einer alten Bauernregel

Mit der "kalten Sofie" hatten am Freitag die "Eisheiligen" geendet. Die "Eisheiligen" haben ihren Ursprung in einer alten Bauernregel, die besagt, dass Mitte Mai noch einmal arktische Meeresluft nach Mitteleuropa vordringen kann. Diese Witterungsperiode fällt laut der Überlieferung auf den Zeitraum vom 11. bis zum 13. Mai in Norddeutschland beziehungsweise vom 12. bis zum 15. Mai in Süddeutschland. An diesen Tagen droht laut der Bauernregel der letzte Frost - und damit eine Gefahr für die Ernte. Da an diesen Tagen die katholische Kirche die Namenstage ihrer Heiligen Mammertus (11. Mai), Pankratius (12. Mai), Servatius (13. Mai), Bonifatius (14. Mai) und den von Sophia (15. Mai) feiert, wurden daraus die "Eisheiligen".

Kalenderreform: "Eisheilige" wären erst Ende Mai

Raureif hängt an Löwenzahn.
Laut der Bauernregel kann es an den Tagen der "Eisheiligen" noch einmal frostig werden.

Allerdings verschob sich das Datum der "Eisheiligen" durch die gregorianische Kalenderreform im Jahr 1582, bei der Papst Gregor XIII. mehrere Tage streichen ließ. Die Feiertage der Heiligen blieben zwar am angestammten Platz, der Kalender insgesamt verschob sich aber. Der ursprünglichen Bauernregel zufolge wären die "Eisheiligen" demnach eigentlich erst vom 24. bis 28. Mai.

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Schafe grasen auf einer Weide bei Ihlowerfehn (Niedersachsen), am Himmel scheint die Sonne durch dunkele Wolken hindurch. © dpa-Bildfunk Foto: Ingo Wagner

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Das Bild zeigt ein Paar beim Sonnenuntergang in Norddeich am Strand wie es gerade Möwen anlockt. © NDR Foto: Heinz Rademacher

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Aktuell | 16.05.2020 | 12:00 Uhr

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