Auf einem Bildschirm steht "Hass" geschrieben. © Picture Alliance Foto: Lukas Schulze

Mehr Rechtsextremismus im Internet seit Corona-Beginn

Stand: 24.03.2021 16:51 Uhr

Die Zahl rechtsextremer Online-Inhalte ist im vergangenen Corona-Jahr deutlich gewachsen. Zu diesem Schluss kommt das niedersächsische Justizministerium..

Bei einer Tagung am Mittwoch haben nach Ministeriumsangaben Experten aus allen Ressorts die Rolle des Internets für den Rechtsextremismus unterstrichen. Das zeige etwa die Zunahme von Hass-Postings und von rechtsextremen, rassistischen und antisemitischen Botschaften im Netz. Auch der Hass gegen Frauen nehme im Netz immer mehr zu.

Videos
Philip Schlaffer ist zu Gast im NDR Talk "deep und deutlich". © NDR
16 Min

Ex-Neonazi Philip Schlaffer über Hass und Vergebung

Wieso radikalisieren sich Jugendliche? Warum sehen sich rechtsextreme Menschen im Recht? Und kann man Empathie verlernen? 16 Min

Rechte Verschwörungstheorien im Netz

Eine Rolle spielen offenbar auch die Corona-Proteste: Laut den Experten würden dort von ganz unterschiedlichen Gruppen rechtsextreme Themen gesetzt - ein antisemitisches Weltbild etwa oder Feindbilder wie die etablierte Politik, die demokratische Zivilgesellschaft oder auch die Presse. Solche Verschwörungstheorien führten dazu, dass Menschen im privaten und beruflichen Alltag mit neuen Aussagen und völlig neuen Konfliktfeldern konfrontiert seien. Niedersachsens Justizministerin Barbara Havliza (CDU) nahm die Erkenntnisse zum Anlass, die Wichtigkeit von Prävention und Verfolgung von Rechtsextremismus zu bekräftigen. Havliza: "Wir dürfen hier nicht nachlassen."

Weitere Informationen
Niedersachsens Justizministerin Barbara Havliza (CDU). © picture alliance/dpa Foto: Julian Stratenschulte

Justizministerin Havliza für Speicherung von Internet-Daten

Die Ministerin sprach sich bei einem Symposium dafür aus, die Verkehrsdatenspeicherung wieder einzuführen. (19.11.2020) mehr

Dieses Thema im Programm:

Aktuell | 24.03.2021 | 18:00 Uhr

Mehr Nachrichten aus Niedersachsen

Claudia Schröder und Heiger Scholz stehen vor einem Redepult in der LandePresseKonferenz Niedersachsen. © picture alliance/dpa Foto:  Moritz Frankenberg

Live: Krisenstab informiert über die aktuelle Corona-Lage

Die Pressekonferenz findet wie gewohnt heute um 13 Uhr statt. NDR.de überträgt im Livestream. Video-Livestream