Stand: 23.07.2019 18:59 Uhr

Kritik zum Start der Elbvertiefung

Am Dienstag haben die Bagger-Arbeiten für die Elbvertiefung begonnen. Zum offiziellen Startschuss kam Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU). Der Ausbau der Fahrrinne soll zwei Jahre dauern. Es ist bereits das neunte Mal, dass der Fluss vertieft wird. Vor allem bei Umweltschützern ist das Projekt umstritten. Sie fordern unter anderem eine Hafenkooperation mit Wilhelmshaven und Bremerhaven. Auch in Niedersachsen regt sich Kritik.

Protest gegen die Elbvertiefung.

Nach 17 Jahren - Elbvertiefung startet

Hallo Niedersachsen -

Mit einem Startsignal von Bundesverkehrsminister Scheuer ist nach 17 Jahren die Elbvertiefung gestartet. Die Hafenwirtschaft Hamburg hofft auf neuen Schwung.

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Sorge bei Obstbauern und Fischern

Die Obstbauern im Alten Land fürchten beispielsweise, dass durch die Vertiefung der Elbe der Salzwassergehalt ansteigt. Dies hätte zur Folge, dass sie ihre Bäume nicht mehr mit Elbwasser beregnen können. Auch die Elbfischer haben protestiert und sind mit zwei mit Bannern ausgestatteten Kuttern auf dem Fluss unterwegs gewesen. Sie beklagen, dass sie kaum noch Stinte fangen. Als Grund nennen sie Sauerstofflöcher im Wasser, die bereits durch die letzten Eingriffe in der Elbe entstanden seien. Elbfischer Lothar Bukow fordert eine wissenschaftliche Begleitung der jetzt anstehende Maßnahmen. Bereits am Montag hatten Niedersachsens Umweltminister Olaf Lies, Parteikollege Uwe Santje und Imke Byl von den Grünen Kritik an der Vertiefung geäußert.

Umweltminister Lies zur Elbvertiefung.

Olaf Lies sieht die Elbvertiefung kritisch

Hallo Niedersachsen -

Die Elbvertiefung ist nicht mehr aufzuhalten. Ein Gespräch mit Umweltminister Olaf Lies über Deichsicherheit, die Veränderungen des Watts und die Zukunft des Hamburger Hafens.

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Tiefer und breiter

Der Fluss wird nicht nur tiefer, sondern an einigen Stellen auch breiter. Zwischen Hamburg und Cuxhaven sollen durch die tiefere Fahrrinne künftig auch Frachtschiffe mit einem Tiefgang von 13,5 Metern unabhängig von Ebbe und Flut in den Hafen einlaufen können. Zwischen Wedel und Wittenbergen sollen Schiffe durch sogenannte Begegnungsboxen aneinander vorbeifahren können.

Kommentar

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Dieses Thema im Programm:

Hallo Niedersachsen | 23.07.2019 | 19:30 Uhr

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