VIDEO: Corona-Shutdown wird bis zum 14. Februar verlängert (5 Min)

In Niedersachsen sind strengere Corona-Regeln in Kraft

Stand: 25.01.2021 14:38 Uhr

In Super-und auf Wochenmärkten sowie im öffentlichen Nahverkehr müssen Menschen nun medizinische Masken tragen - etwa FFP2-Masken. Die verschärften Regeln gelten bis zum 14. Februar.

Neben der verschärften Maskenpflicht gelten auch strengere Regeln für den Arbeitsplatz. So müssen Arbeitgeber ihren Mitarbeitern Homeoffice ermöglichen, "wenn keine zwingenden betriebsbedingten Gründe entgegenstehen". Auch das ist ein Ergebnis der Bund-Länder-Gespräche in der vergangenen Woche. Zudem gelten schärfere Regeln für Gottesdienste, Senioren- und Pflegeheim-Bewohner sollen besser geschützt werden.

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Impftermin-Vergabe soll starten

Obwohl die Impfzentren wegen der Impfstoff-Knappheit am 1. Februar wohl doch noch nicht mit der Arbeit beginnen können, soll am Donnerstag die Terminvergabe für die über 80-Jährigen starten, die nicht in einer Einrichtung leben. Allerdings rechnet der niedersächsische Corona-Krisenstab auch da mit Problemen. Die Telefonleitungen und die Internetseite werden voraussichtlich überlastet sein. Ohnehin steht derzeit nur Impfstoff für etwa 30.000 Termine bereit. Gesundheitsministerin Carola Reimann (SPD) hatte am Freitag erbost auf akute Lieferprobleme der Impfstoff-Hersteller reagiert. Die Infrastruktur in Niedersachsen sei "ausgesprochen leistungsfähig", aber schon die ursprünglich für das Bundesland angekündigten rund 60.000 Impfdosen pro Woche seien zu knapp, um alle impfberechtigten Personen zügig impfen zu können. Reimann nannte die Aussicht auf den Impfstoffmangel einen "Schlag ins Kontor".

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Ärger um Schul-Regelungen

Der Corona-Kurs der Landesregierung sorgt unterdessen an den Grundschulen für Unruhe. Weil Eltern selbst entscheiden können, ob ihre Kinder zum Präsenzunterricht gehen, hätten die Schulen deutlich mehr Aufwand, kritisiert der Schulleitungsverband. Die Pädagogen müssten zwischen Wechselunterricht, Dauer-Distanzlernen und Notgruppen hin- und herspringen. Bis Freitag konnten Eltern entscheiden, ob sie ihre Grundschulkinder in die Schule schicken oder nicht. Die Entscheidung ist nun bindend. Gleiches gilt für Abschlussklassen, die sich im sogenannten Szenario B - dem Wechselmodell - befinden. Die übrigen Schüler werden zu Hause unterrichtet. Beim Bund-Länder-Gipfel hatten sich die Teilnehmer ursprünglich auf eine grundsätzliche Schließung der Grundschulen geeinigt und dies "restriktiv" zu handhaben. "Eltern sind diejenigen, die für ihre Kinder die besten Entscheidungen treffen, sagte allerdings Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) am Mittwoch bei der Pressekonferenz.

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Mehrzahl der Geschäfte geschlossen

Die weiteren strengen Corona-Regeln bleiben auch mit der aktuellen Verordnung bestehen. Ein Kernpunkt: Es ist nur noch ein Kontakt pro Haushalt erlaubt, Kitas bieten nur noch eine Notbetreuung an. Die meisten Geschäfte - mit Ausnahme der Läden für den täglichen Bedarf - sind seit dem 16. Dezember geschlossen. Diese Regelung gilt deutschlandweit, um länderübergreifende Wanderungsbewegungen zum Einkaufen zu vermeiden. Darüber hinaus sind Friseure ebenso geschlossen wie Kosmetikstudios, Massagepraxen, Tattoo-Studios und ähnliche Betriebe. Medizinisch notwendige Behandlungen wie zum Beispiel Physiotherapie bleiben möglich. Landkreise mit einem Inzidenzwert über 200 können noch weitere Einschränkungen verordnen. In Niedersachsen war in diesem Jahr Gifhorn der erste Landkreis, den dies betraf. Auch der Landkreis Nienburg hat die Marke überschritten.

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Corona-Hotline in Niedersachsen

Wer glaubt, sich mit dem Coronavirus infiziert zu haben, sollte den kassenärztlichen Bereitschaftsdienst unter der Rufnummer 116 117 oder seinen Hausarzt kontaktieren. Der Arzt klärt dann am Telefon, ob es sich um einen Verdachtsfall handelt und trifft geeignete Maßnahmen. Wird eine Infektion nachgewiesen, muss der Patient in häusliche Quarantäne. Kontaktpersonen der erkrankten Person werden bei engem Kontakt ebenfalls zehn Tage zu Hause isoliert. Die wichtigsten Schutzmaßnahmen bleiben: regelmäßig Hände waschen und nicht in die Hand husten oder niesen.

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Hier finden Sie alle bisher gesendeten Folgen zum Nachlesen und Nachhören sowie ein wissenschaftliches Glossar und vieles mehr. mehr

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Dieses Thema im Programm:

Hallo Niedersachsen | 25.01.2021 | 19:30 Uhr

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