Hohe Inzidenz: Stadt Osnabrück verschärft Corona-Maßnahmen

Stand: 15.03.2021 21:22 Uhr

Weil der Inzidenzwert seit Tagen über 100 liegt, sollen in Osnabrück ab Mittwoch wieder schärfere Corona-Regeln gelten. Salzgitter nähert sich unterdessen mit großen Schritten der 200.

Mehr als 100 Neuinfektionen mit dem Coronavirus innerhalb einer Woche auf 100.000 Einwohnerinnen und Einwohner und das seit vergangenen Freitag: In einer Allgemeinverfügung, die am Dienstag herausgegeben werden soll, will die Stadt Osnabrück festhalten, welche Regel deshalb nun greifen. Nach der Verordnung des Landes Niedersachsen müssen Einzelhandel, Zoo und Kultureinrichtungen wieder schließen.

Osnabrück will nicht schließen

Die Stadt will sich damit aber nicht abfinden und hofft auf ein Entgegenkommen des Landes. Wie eine Sprecherin am Montag mitteilte, geben mehr als zwei Drittel der Infizierten an, dass sie wissen, bei wem sie sich vermutlich angesteckt haben. "All das deutet darauf hin, dass sich viele Menschen im privaten Umfeld infizieren, nicht jedoch im Einzelhandel, der ja bis Anfang vergangener Woche geschlossen war", sagte Katharina Pötter, Leiterin des Corona-Krisenstabes Osnabrück. Sie fordert daher, den Einzelhandel unter Anwendung einer Teststrategie trotz der steigenden Zahlen wieder zu öffnen. Menschen mit tagesaktuellem negativen Schnelltest sollten demnach einkaufen gehen dürfen. So solle ein Einkaufstourismus im Landkreis vermieden werden. Außerdem plädierte Pötter für eine Öffnung des Zoos. Er hatte vor rund einer Woche wieder geöffnet.

Höchster Wert in Salzgitter

Den höchsten Anzahl an Neuinfektionen verzeichnet in Niedersachsen derzeit die Stadt Salzgitter. Seit Tagen steigt der Inzidenzwert dort rasant. Die Stadt nähert sich dem Wert von 200. Der Landkreis Lüneburg musste Lockerungen wegen gestiegener Zahlen wieder zurücknehmen.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Aktuell | 15.03.2021 | 20:00 Uhr

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