Stand: 20.01.2020 15:27 Uhr

Feldmäuse: Schlimmste Plage seit Jahrzehnten

Die Landwirte in Niedersachsen leiden unter einer massiven Feldmaus-Plage. Wie das Landvolk mitteilte, sind bis zu 150.000 Hektar betroffen. Laut eines Sprechers verursachen die Mäuse auf den Flächen einen Totalschaden. Demnach fressen die Nager das Gras und auch Wurzeln ab, die Pflanzen gehen dann bei trockenem Wetter sofort ein.

Existenz von einigen Betrieben bedroht

Für Grünlandbetriebe sei die Plage eine echte Katastrophe, sagte der Sprecher. Auf jeder zweiten Wiese oder Weide würden sich Tausende Mäuse tummeln. "Auf diesen Flächen wächst einfach kein Futter mehr, die Landwirte können dort im Frühjahr kein Gras für den kommenden Winter ernten", betonte er. Für einige Betriebe seien die Schäden durch die Mäuse existenzbedrohend, da nach zwei Trockenjahren die Futtervorräte schon jetzt kaum ausreichen würden.

Stärkste Massenvermehrung seit den 1980er-Jahren

Hauptgrund für die Mäuseplage ist laut Landvolk der extrem milde Winter. Die Tiere würden auch aufgrund ihrer großen Anzahl auch auf bislang nicht betroffene Flächen ausweichen, wenn ihre Nahrungsgrundlage zur Neige geht. Zuletzt sei eine solche Massenvermehrung von Feldmäusen in den 1970er- und 1980er-Jahren beobachtet worden.

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Regional | 20.01.2020 | 17:00 Uhr

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