Das Bild zeigt die Göttinger Altstadt aus der Vogelperspektive. © picture-alliance Foto: Schickert

EU-Gelder sollen Niedersachsens Innenstädte wiederbeleben

Stand: 08.09.2021 12:07 Uhr

Verwaiste Geschäfte und leere Fußgängerzonen - die Corona-Pandemie hat vielen Einzelhändlern, Städten und Gemeinden zugesetzt. 207 Kommunen in Niedersachsen erhalten nun eine EU-Förderung.

Insgesamt stellt die Europäische Union 117 Millionen Euro zum Wiederbeleben der Innenstädte im Land zur Verfügung. Je nach Größe erhalten die Kommunen zwischen 345.000 und 1,8 Millionen Euro. Entsprechende Bescheide seien zugestellt worden, wie Europa- und Regionalministerin Birgit Honé (SPD) mitteilte. Da nicht jede Kommune einen Antrag gestellt habe, erhalten die anderen mehr Geld. Für größere Städte mit mindestens 65.000 Einwohnenden bedeutet das etwa 300.000 Euro mehr als ursprünglich geplant. Zu den geförderten Kommunen gehören unter anderem Sittensen (Landkreis Rotenburg), Baddeckenstedt (Landkreis Wolfenbüttel), Wittingen (Landkreis Gifhorn) sowie Oldenburg, Hannover und Göttingen.

Städte und Gemeinden können Geld kreativ einsetzen

Wie die Kommunen die Förderung einsetzen, ist ihnen weitgehend freigestellt. Die Möglichkeiten reichen Honé zufolge vom Entwickeln einer Einkaufs-App über schönere Grünflächen und das Anmieten von leeren Geschäften für junge Gründer bis hin zu E-Bike-Parkplätzen. "Das Besondere an dem Programm ist: Es muss schnell umgesetzt werden - das Geld muss in eineinhalb Jahren ausgegeben sein", sagte Honé NDR Niedersachsen.

Innenstädte noch nicht auf Vor-Corona-Niveau

Viele Fußgängerzonen in den Innenstädten Niedersachsens verzeichnen weiterhin weniger Kunden als vor der Corona-Pandemie. Die Frequenz ist laut Handelsverband Niedersachsen-Bremen noch immer niedriger als vor der Corona-Krise. Kunden kauften zielorientierter ein und bummelten weniger durch die Straßen. Corona-Einschränkungen wie die Maskenpflicht seien für viele ein Hindernis, um länger zu shoppen. Fahrradgeschäfte, Baumärkte oder Outdoorsport-Händler hätten jedoch gute Geschäfte gemacht seit Pandemie-Beginn.

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Aktuell | 08.09.2021 | 12:00 Uhr

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