Stand: 29.05.2019 08:25 Uhr

Computerpanne legt norddeutsche Finanzämter lahm

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Am Montag ist der Zentralserver für die Rechner der norddeutschen Finanzämter heruntergefahren. (Themenbild)

Nach einer technischen Panne lagen am Dienstag die Computer aller Finanzämter in Norddeutschland lahm. In Niedersachsen und Bremen soll die Störung wohl noch bis Freitag dauern. In den Behörden in Hamburg und Mecklenburg-Vorpommern waren die Rechner am Mittwochmorgen wieder einsatzfähig, wie eine Sprecherin des verantwortlichen IT-Dienstleisters Dataport mitteilte. In Schleswig-Holstein laufen demnach am Vormittag noch letzte Tests. Bei einem routinemäßigen Lasttest hatte sich das zentrale Rechenzentrum für alle 141 Finanzämter Norddeutschlands heruntergefahren, wie das Niedersächsische Landesamt für Steuern am Dienstag in Hannover mitteilte. Der Fehler sei in der Nacht behoben worden. Bis die Rechner in allen Finanzämtern wieder laufen, dauere es aber noch.

28.500 Finanzamtsmitarbeiter in Norddeutschland betroffen

Von den Ausfällen betroffen sind rund 28.500 Mitarbeiter. Lasttests werden einmal im Monat durchgeführt, um Fehler zu lokalisieren und zu bereinigen. Ein ungeplantes und ungeregeltes Herunterfahren der empfindlichen IT-Systeme wegen eines Fehlers führt den Angaben zufolge grundsätzlich zu einem Ausfall.

Finanzämter in Niedersachsen von Trojaner attackiert

Einen Tag vorher war bekannt geworden, dass die Finanzbehörden in Niedersachsen in der vergangenen Woche von einem Trojaner attackiert worden waren. Unbekannte hatten mit gefälschten Mails versucht, Zugriff auf die Computersysteme der Finanzverwaltung zu bekommen. Daher werden seit dem 21. Mai Mails mit Excel- oder Worddateien aus Sicherheitsgründen vorübergehend blockiert. Ersatzweise können Anhänge aber als PDF geschickt werden. Auch andere Behörden in Niedersachsen hatten dahingehend Gegenmaßnahmen ergriffen.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Aktuell | 29.05.2019 | 06:00 Uhr

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