Stand: 11.02.2019 12:12 Uhr

Attacken auf Retter: Havliza gegen härtere Gesetze

Die Zahl der Angriffe auf Rettungskräfte steigt stetig - das gilt auch für Niedersachsen. Das Innenministerium hat zwischen 2016 und 2017 einen Anstieg von Attacken auf Einsatzpersonal bei Polizei, Feuerwehr und Sanitätsdienst um rund ein Viertel auf 215 Fälle pro Jahr festgestellt. Trotz der steigenden Zahl der Vorfälle hält die niedersächsische Justizministerin Barbara Havliza (CDU) die Gesetzeslage bei derartigen Delikten für ausreichend. "Die Gesetze sind da, man muss sie nur anwenden", sagte Havliza zum europäischen Tag des Notrufs 112 am 11. Februar in einem Interview mit der "Hannoverschen Allgemeinen Zeitung". Neben Angriffen und Beschimpfungen haben Retter in Einsätzen regelmäßig mit rücksichtslosen Gaffern und nicht ordnungsgemäß eingerichteten Rettungsgassen zu kämpfen. Havliza schlägt zur Unterstützung von attackierten Sanitätern vor Gericht einen Rechtsschutzfonds vor.

DRK-Präsidentin fordert mehr Respekt für Helfer

Derweil fordert Gerda Hasselfeldt, die Präsidentin des Deutschen Roten Kreuzes, eine konsequente Ahndung. Es benötige eine breite gesellschaftliche Debatte. "Es ist besorgniserregend, dass vor allem bei Verkehrsunfällen Rettungskräfte oftmals von Schaulustigen behindert oder beleidigt werden,"sagte Hasselfeldt der "Neuen Osnabrücker Zeitung". Und weiter: "Zum Respekt gegenüber den Helfern gehört auch die Einhaltung einer Rettungsgasse nach Verkehrsunfällen." Es käme bei der Rettung von Menschenleben auf jede Sekunde an. Da habe sie "null Verständnis".

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Aktuell | 11.02.2019 | 09:00 Uhr

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