Verschieden große Blasen mit Wassserstoffmolekülen © picture-alliance/Zoonar Foto: Alexander Limbach

Podcast "Wer, wie, was? Wasserstoff und die Region Rostock"

Stand: 25.03.2021 06:47 Uhr

Wasserstoff, der mit Hilfe erneuerbarer Energien hergestellt wird, ist weltweit das Lieblingskind unter den Zukunfts-Energieträgern. Im Podcast Dorf-Stadt-Kreis geht es diesmal um die Pläne von Stadt und Landkreis Rostock.

von Max Fuhrmann, NDR 1 Radio MV

Die Region Rostock hat ein großes Ziel: Sie will ein wichtiges Zentrum für grünen Wasserstoff in Deutschland werden. Wissenschaftseinrichtungen in Rostock und mehrere Unternehmen vor allem im Umland sind bereits sehr aktiv, um bei der Nationalen Wasserstoffstrategie der Bundesregierung eine möglichst starke Rolle zu spielen. Im NDR MV Podcast Dorf-Stadt-Kreis spricht NDR Moderator Thomas Naedler mit Max Fuhrmann aus dem Ostseestudio Rostock darüber, welche Netzwerke und konkreten Beispiele es in der Region bereits gibt, und was Wasserstoff als Energieträger für die Wirtschaft in der Region bedeuten kann.

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Thomas Naedler © Ndr.de Foto: Ndr.de
36 Min

Folge 23 - Wer, wie, was: Wasserstoff und die Region Rostock

Rostock und der Landkreis wollen DAS Zentrum für grünen Wasserstoff in Deutschland werden. Wirtschaft und Forschung gehen voran. Welche Chancen bietet das für die Region? 36 Min

Wasserstoff-Beauftragter räumt Rostock gute Chancen ein

Entstehen in Rostock und Umgebung durch die Wasserstoffwirtschaft bald viele gut bezahlte Arbeitsplätze? Welche Vor- und Nachteile besitzt Wasserstoff als Energieträger? Was hat er mit unserem Alltag zu tun? Im Podcast erklärt ein Forscher Wissenswertes rund um das kleinste Element des Periodensystems. Außerdem beschreibt der Innovationsbeauftragte der Bundesregierung für Grünen Wasserstoff, Stefan Kaufmann, warum es für Rostock und die Region tatsächlich ziemlich gut aussieht, zu einem wichtigen Zentrum für die Wasserstoffwirtschaft in Deutschland zu werden. Allerdings müsste noch mehr für die regionalen Projekte geworben werden, meint Silvia Kohlmann, Wirtschaftsbotschafterin und Projektexpertin. Ihrer Meinung nach müssten von einer erfolgreichen Wasserstoffstrategie auch kleinere und mittelgroße Unternehmen profitieren können.

Unternehmen und Wissenschaft setzen auf Wasserstoff

Das laut Betreiber APEX größte netzgekoppelte Wasserstoffkraftwerk Europas steht in Laage im Landkreis Rostock. Laut APEX-Sprecher Mischa Paterna könnten hier schon bald Kunden aus aller Welt eigene Kraftwerke bestellen. Neben dem Firmengelände gibt es eine nagelneue Wasserstofftankstelle. Dort soll in einem Pilotprojekt im April zunächst ein wasserstoffbetriebener Bus tanken können und für regionale Busunternehmen Rebus fahren. Der Flughafen Rostock-Laage könnte Platz und Infrastruktur bieten, um Antriebskonzepte mit Wasserstoff auszuprobieren. Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen von der Universität Rostock bis zum Leibniz-Institut für Katalyse forschen mit dem Ziel, Wasserstoff als Energieträger so gut und sicher wie möglich zu nutzen. Denn Wasserstoff ist extrem leicht und flüchtig und in Verbindung mit Sauerstoff explosiv, das ist sozusagen Fluch und Segen des Elements zugleich.

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Dr. Stefan Kaufmann ist Innovationsbeauftragter „Grüner Wasserstoff“ beim Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF). Kaufmann ist Bundestagsabgeordneter der CDU-Fraktion. © Stefan Kaufmann, Deutscher Bundestag Foto: S. Kaufmann
13 Min

Wasserstoff-Beauftragter: Region Rostock hat gute Chancen

Der Bundes-Innovationsbeauftragte für Grünen Wasserstoff, Stefan Kaufmann, im Interview mit NDR Reporter Max Fuhrmann. 13 Min

Spannendes Paar: Ammoniak und Wasserstoff

Auch der Rostocker Seehafen plant seine Zukunft mit Wasserstoff: Grünen Wasserstoff erzeugen, Wärme speichern und nutzen und die Veredlung von Wasserstoff sind hier die Stichworte. Deutschlandweit arbeiten aber mehrere Hundert Akteure an Projekten im Rahmen der Nationalen Wasserstoffstrategie. In Poppendorf bei Rostock sitzt mit der Firma YARA einer der weltgrößten Düngemittelproduzenten: Dort spielt Ammoniak die Hauptrolle und für dessen Produktion wiederum ist Wasserstoff unerlässlich. Zudem gilt Ammoniak als perfekter Wasserstoffspeicher. Wenn es nach Donald Höpfner von YARA geht, könne Poppendorf zu einem der größten grünen Ammoniakproduzenten mit Hilfe von grünem Wasserstoff werden. Doch noch ist Wasserstoff, der mit Hilfe erneuerbarer Energien hergestellt wird, deutlich teurer als der mit fossilen Brennstoffen produzierte.

Aber die Entwicklung schreite unaufhörlich voran, der Innovationsbeauftragte für grünen Wasserstoff der Bundesregierung, Stefan Kaufmann, sagt ohne Umschweife: Gerade der Norden habe in der Wasserstroffstrategie gute Karten. Die große Menge an Strom aus erneuerbaren Energiequellen sei ein wichtiger Trumpf für die Region.

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