Stand: 26.06.2019 22:26 Uhr

Waldbrand bei Lübtheen: Löschpanzer im Einsatz

Der Waldbrand in Volzrade bei Lübtheen (Landkreis Ludwigslust-Parchim) ist vorerst unter Kontrolle. Nach Angaben der Feuerwehr sei man jedoch für den Fall, dass der Wind auffrischt für eine mögliche Evakuierung der Gemeinde Jessenitz-Werk vorbereitet. Auch die Evakuierung des 100-Einwohner Ortes Volzrade wurde vorsichtshalber vorbereitet. Die Evakuierung des benachbarten Jessenitz-Werk war bereits seit Dienstag in Vorbereitung.

Löschfahrzeug auf Truppenübungsplatz Lübtheen.

Brand in Lübtheen: Lage weiterhin riskant

Nordmagazin -

In der Nähe von Lübtheen kämpfen Löschpanzer gegen ein Feuer auf dem ehemaligen Truppenübungsplatz. Nicht ganz ungefährlich, denn durch die Hitze explodieren die jahrzehntealten Munitionskörper.

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Löschpanzer wässert Brandschneisen

Seit dem frühen Mittwochmorgen ist außerdem ein Löschpanzer im Einsatz, der in das Brandgebiet vordringen konnte. Da der frühere Truppenübungsplatz hochgradig munitionsbelastet ist, konnten sich bisher die Feuerwehrleute dem Brandherd nicht nähern. Bei dem im Einsatz befindlichen Löschpanzer handelt es sich um ein Modell, das nicht ferngesteuert werden kann, sondern bemannt ist. Er wird nicht im brennenden Waldgebiet eingesetzt, sondern wässert angrenzende Brandschneisen. Landwirtschaftsminister Till Backhaus (SPD) forderte indes die grundsätzliche Stationierung von gepanzerten Fahrzeugen zum Löschen in der Nähe von Truppenübungsplätzen in Mecklenburg Vorpommern.

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Munitionsbunker ist nicht gefährdet

Außerdem wässerten bis zu 130 Feuerwehrleute in einem Umkreis von 1.000 Metern Wege, Bäume und Schneisen, damit sich das Feuer nicht weiter ausbreitet. Am Mittwochabend brannte lediglich die Grasnarbe, Bäume waren bislang nicht betroffen. In unmittelbarer Nähe steht auch ein Bunker des Munitionsbergungsdienstes. Die dort gelagerte Munition befindet sich unter einer Erdschicht und sei sicher, so der Leiter des Bergungsdienstes, Robert Molitor.

Auffrischender Wind droht Feuer anzufachen

Größte Sorge bereitet der Feuerwehr das Wetter: Nach Angaben von Experten könnte es sehr windig werden. Dadurch könnte sich das Feuer doch noch ausbreiten. Unklar ist weiterhin, wie lange der Einsatz dauert. Im August vergangenen Jahres konnte ein Waldbrand ebenfalls auf dem ehemaligen Übungsplatz Lübtheen erst nach mehreren Tagen gelöscht werden.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 26.06.2019 | 15:00 Uhr

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