Torpedo wird durch die Ostsee geschleppt. © Hauptzollamt Stralsund Foto: Hauptzollamt Stralsund

Vor dem Darß: Torpedo-Teil entdeckt und geborgen

Stand: 20.10.2021 18:06 Uhr

Einen eher ungewöhnlichen Fund hat der Zoll in der Ostsee vor dem Darß ins Schlepptau genommen. Der Zollkreuzer "Hiddensee" und sein Tochterboot "Poel" schleppten ein meterlanges Antriebsteil eines sowjetischen Torpedos in den Nothafen Darßer Ort.

Dort sei der Torpedo-Rest festgebunden und an den Munitionsbergungsdienst zum Abtransport und zur Entsorgung übergeben worden, sagte ein Sprecher des Zolls am Mittwoch. Am Vortag hatte die Besatzung des Seenotrettungskreuzers "Nis Randers" die Zollboote um Hilfe bei der Identifikation eines unbekannten, schwimmenden Objektes gebeten.

Experten: Keine Explosionsgefahr

Das etwa 3,5 Meter lange Teil mit einem Durchmesser von etwa einem halben Meter wurde als Antriebseinheit eines alten sowjetischen Torpedos des Typs 53 identifiziert. Anhand von Fotos und in Rücksprache mit anderen Stellen wurde entschieden, dass keine Gefahr durch Explosion bestehe. Es wurde anschließend als gefährliches Schifffahrtshindernis geborgen.

Weitere Informationen
Eine Mine schlummert auf dem Meeresboden. © Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Stralsund Foto: Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Stralsund

Munitionsaltlasten in der Ostsee: Bericht fordert Handeln

Bis zu 400.000 Tonnen Munition aus dem Zweiten Weltkrieg liegen in der Ostsee und gefährden das Ökosystem. mehr

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 20.10.2021 | 18:30 Uhr

Mehr Nachrichten aus Mecklenburg-Vorpommern

Warnemünde: Laufkatzen hängen am Bockkran der MV Werft in Rostock-Warnemünde. © dpa-Bildfunk Foto: Jens Büttner/dpa

Weitere Millionen nötig: MV-Werften droht erneut die Pleite

Zur Fertigstellung des ersten Schiffes der Global Class braucht der Werftenverbund Zugriff auf eine Reserve. mehr