Ein privater Sicherheitsdienst steht vor der Unimedizin Greifswald © dpa Foto: Stefan Sauer

Unimedizin Greifswald: Corona-Langzeitstudie in Vorpommern

Stand: 04.11.2020 16:27 Uhr

Die Universitätsmedizin Greifswald hat eine infektionsepidemiologische Studie zur Verbreitung des Coronavirus in Angriff genommen. Sie stützt sich auf die bereits seit 1997 laufende SHIP-Studie.

Wie genau verbreitet sich das Coronavirus in Mecklenburg-Vorpommern? Das soll eine neue Langzeitstudie mit 1.000 Teilnehmern an der Unimedizin Greifswald klären, die vor Kurzem gestartet wurde. Dabei greifen die Wissenschaftler auf die bereits 1997 gestartete SHIP-Studie zurück. Die "Study of health in Pomerania" (SHIP) ist eine bevölkerungsbasierte Kohortenstudie, die die Bevölkerung in den Landkreisen Vorpommern-Rügen und Vorpommern-Greifswald detailliert untersucht.

Regelmäßige Testungen und Befragungen

Seit Oktober werden 500 Probanden aus der SHIP-Kohorte zwei Jahre lang regelmäßig mittels PCR- sowie Antikörpertestung auf SARS-CoV-2 untersucht. Außerdem werden die Teilnehmer zur Symptomatik, eigenem Verhalten und Risikowahrnehmung, sowie zur Erwartung zum weiteren Verlauf der Pandemie und der Zustimmung zu Präventionsmaßnahmen befragt. Die Befragung und die Antikörpertestung werden monatlich wiederholt. Weitere 500 Probanden werden zusätzlich per Fragebogen und Antikörpertest ebenfalls in die Studie eingebunden.

Eine der ersten Langzeituntersuchungen zur Corona-Verbreitung

"Die Studie ist eine der ersten Langzeituntersuchungen zur Verbreitung von SARS-CoV-2 in der Bevölkerung", sagte der Krankenhaushygieniker der Universitätsmedizin Greifswald, Prof. Nils-Olaf Hübner. Durch die wiederholte Testung derselben Personen entstehe ein viel verlässlicheres Lagebild. Gesundheitsminister Harry Glawe (CDU) erhofft sich durch die monatlichen Berichte Hinweise für weitere Maßnahmen zur Pandemie-Eindämmung. "Bislang fehlen allerdings belastbare epidemiologische Kenntnisse zur Verbreitung des Erregers in der Bevölkerung unseres Bundeslandes. Über die Studie kann dies in einer repräsentativen Stichprobe verfolgt werden", so Glawe.

Neues Testverfahren von Euroimmun wird eingesetzt

In der Studie soll auch ein neues Testverfahren angewendet werden. Bei dem von dem Unternehmen Euroimmun aus Dassow (Kreis Nordwestmecklenburg) entwickelten "Dried-Blood-Spot"-Verfahren können die Probanden in den Folgeuntersuchungen das Probenmaterial selbst zu Hause gewinnen und es dann mit der Post an das Studienzentrum schicken.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | Die Nachrichten | 04.11.2020 | 17:00 Uhr

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