Unbekannte stehlen mehr als 40 Gullydeckel in Vorpommern

Stand: 15.09.2022 15:25 Uhr

Zunächst war von mehr als 20 Gullydeckeln die Rede, am Donnerstag waren aber noch weitere Fälle bekannt geworden. Laut Polizei sind die gusseisernen Deckel unter anderem in Neubrandenburg - dort allein elf Stück im Stadtteil Lindenberg -, Penkun und Brietzig bei Pasewalk entwendet worden. Die betroffenen Stellen wurden zwischenzeitlich mit Warnbaken abgesichert.

Bürgermeister: "Das ist sehr ärgerlich"

Der Bürgermeister der ebenfalls betroffenen Gemeinde Grambow, Mirko Ehmcke, sagte dem NDR, der Vorfall sei sehr ärgerlich. Allein in seiner Gemeinde seien fünf Gullydeckel verschwunden. die die Gemeinde jetzt ersetzen müsse. Ehmke ärgert sich aber besonders, dass Fußgänger, Radfahrer und Autofahrer in Gefahr gebracht worden seien. Die Polizei empfiehlt, immer genau auf die Straße zu gucken. Fußgänger sollten abends und nachts notfalls mit Taschenlampe unterwegs sein und Radfahrer sollten ihr Licht angeschaltet haben.

So sieht einer der Täter aus

Die Polizei geht davon aus, dass Metalldiebe am Werk waren. Bei einem Tatfahrzeug soll es sich laut Zeugenaussagen um einen dunklen Transporter mit einer rot-weißen Aufschrift handeln. Der Schriftzug "Autoteile" sei erkennbar gewesen. Nach Angaben der Polizei sieht einer der mutmaßliche Täter wie folgt aus: Er soll zwischen 30 und 40 Jahre alt, zwischen 170 und 175 Zentimeter groß und sehr korpulent sein. Bei den Diebstählen am Mittwoch soll er ein weißes T-Shirt getragen haben. Seine Haarfarbe wird als dunkel beschrieben.

Polizei geht von polnischen Tätern aus

Die Polizei vermutet, dass die Täter nach Polen geflüchtet sind. In Deutschland liegt der Schrottpreis bei bis zu 250 Euro pro Tonne. Pro Gullydeckel gibt es also ungefähr zehn Euro. Auch im Internet werden gebrauchte Gullydeckel angeboten. Das sind sie deutlich teuer - je nach Ausführung und Modell liegen die Preise da zwischen 50 und 200 Euro. Geklaut wurden klassische runde Gullydeckel, aber auch kleinere Schachtdeckel am Rande der Straße.

Gefährlicher Eingriff in den Straßenverkehr

Die Kriminalpolizei hat Ermittlungen wegen des gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr aufgenommen und prüft mögliche Tatzusammenhänge. Zeugen werden gebeten, sich bei der Polizei zu melden - entweder in Friedland unter der Telefonnummer 039601/3000 oder in Neubrandenburg unter 0395/55825224.

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | Nachrichten aus Mecklenburg-Vorpommern | 15.09.2022 | 16:10 Uhr

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