Wismar: Teile des Dachs des Sana Hanse-Klinikums sind durch das Unwetter abgedeckt worden. © Andrea Hoffmann/HANSE-Klinikum Wismar/dpa Foto: Andrea Hoffmann/HANSE-Klinikum Wismar/dpa

Tief "Daniel": Behinderungen im Verkehr durch Schnee und Sturm

Stand: 02.12.2021 15:48 Uhr

Tief "Daniel" hat in der Nacht in Mecklenburg-Vorpommern für Schnee und Sturm gesorgt. Es kam zu Behinderungen durch Glätte und umgestürzte Bäume. Die Feuerwehren waren vielerorts im Einsatz.

Das Sturmtief "Daniel" zog in der Nacht über Teile von Mecklenburg-Vorpommern hinweg. Mindestens 200 Bäume sind umgestürzt - in der Region Rostock, in Westmecklenburg, bei Anklam, Dargelin und Penkun kam es zu Verkehrsunfällen. Bis zum Mittag registrierte die Polizei rund 25 Unfälle. Die Feuerwehren im Land waren vielerorts im Einsatz.

Klinik-Dach in Wismar beschädigt

In Wismar hat der Sturm Teile des Daches des Sana-Hanse-Klinikums abgedeckt. Runde 100 Quadratmeter Dachfläche seien beschädigt worden, so eine Sprecherin. Die Feuerwehr habe alles gesichert, Verletzte gebe es nicht.

Wemag: Bis zu 17.000 Haushalte waren ohne Strom

Nach Angaben des Energieversorgers Wemag waren bis zu 17.000 Haushalte in der Nacht zeitweise Strom. Die durch das Unwetter in der Nacht entstandenen Schäden am Stromnetz sind mittlerweile wieder behoben. "Derzeit sind alle Kundinnen und Kunden wieder mit Strom versorgt", hieß es vom Unternehmen am Nachmittag. Besonders stark in Mitleidenschaft gezogen wurden Strommasten und Freileitungen durch umgestürzte Bäume und herabfallende Äste in den Regionen um Bützow, Gadebusch, Hagenow und Neustadt-Glewe.

Stromleitung stürzt auf Fahrzeug

In Minzow bei Röbel (Landkreis Mecklenburgische Seenplatte) stürzte ein Baum während eines Feuwerwehreinsatzes auf eine Starkstromleitung und dann auf ein Löschfahrzeug. Die Rettungskräfte waren gerade dabei einen zuvor umgestürzten Baum von der Straße zu räumen. Einsetzender starker Schneefall behinderten die Aufräumarbeiten der Feuerwehr erheblich. Die Einsatzkräfte blieben unverletzt.

Mehrere Verletzte

Umgestürzter Wohnwagenanhänger © NDR Foto: Michael Brockmöller
Ein Wohnwagenanhänger hielt dem Sturm auf der A24 nicht stand.

Auf der Autobahn 20 bei Kröpelin wurden zwei Menschen verletzt, als ihre Autos bei Schneefall in Richtung Lübeck ins Rutschen kamen und gegen Leitplanken stießen. Meist blieb es aber bei Blechschäden. In Wesenberg zerstörte ein umgekippter Baum den Giebel einer Scheune, zwischen Möllenhagen und Penzlin (alle Landkreis Mecklenburgische Seenplatte) wurde die B192 durch eine umgestürzte Baumkrone versperrt. Bei Warlin ebenfalls an der Mecklenburgischen Seenplatte hat der Sturm zwei Telefonmasten umgerissen. In Ludwiglust ist ein Baugerüst teilweise zusammengebrochen. Auf der A24 am Autobahnkreuz Wittstock/Dosse wehte der Sturm einen Wohnanhänger um.

Unwetterwarnung aufgehoben

Aufgrund des anhaltendem Schneefalls ist weiter mit Behinderungen im Straßen- und Fährverkehr zu rechnen. Eine Sturmwarnung für die Ostseeküste in Mecklenburg-Vorpommern hat der Deutsche Wetterdienst am frühen Morgen aufgehoben.

Weitere Informationen
Blick von einer Autobahnbrücke auf den fließenden Verkehr © picture-alliance/ dpa / Ronald Wittek Foto: Ronald Wittek

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"Die Sturmflut am Ostseestrand: Das holsteinische Dorf Hafkrug an der Neustädter Bucht während der Sturmflut" (13. November 1872), Holzstich nach Zeichnung von Karl Heyn nach einer Skizze von Karl Rettich. Aus: Illustrierte Zeitung, 59. Band, Nr. 1538, Leipzig, 21. Dezember 1872, S. 477, Berlin, Slg. Archiv f. Kunst & Geschichte. © picture-alliance / akg-images

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 02.12.2021 | 11:00 Uhr

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