Studium für Hebammen in MV erfolgreich angelaufen

Stand: 05.05.2021 11:40 Uhr

Der Studiengang Hebammenwissenschaft an der Universitätsmedizin Rostock ist angelaufen. Seit dem Wintersemester findet die duale Ausbildung in Kooperation mit zahlreichen Kliniken im Land statt.

Die akademische Hebammen-Ausbildung in Mecklenburg-Vorpommern ist gestartet. Seit dem Wintersemester 2020/2021 wird ein entsprechender Bachelor-Studiengang an der Universität Rostock angeboten.

Zulassung als Hebamme und Bachlor-Abschluss

Elf Kliniken im Land sind Partner des dualen Studiengangs - zum Beispiel das KMG Klinikum in Güstrow, das Universitätsklinikum Greifswald, das Hanse-Klinikum Wismar oder auch die Universitätsfrauenklinik am Südstadtklinikum in Rostock. Praxis und Theorie wechseln sich in der Ausbildung ab. Ziel ist, dass die Studierenden nach sieben Semestern gleichzeitig eine staatliche Zulassung als Hebamme und einen sogenannten Bachelor of Science-Abschluss haben. Das sagte eine Sprecherin des Studiengangs.

Reibungsloser Start

Aktuell studieren 28 Frauen das Fach mit Inhalten rund um die Arbeit im Kreißsaal oder auch den Umgang bei der Behandlung von Frühgeborenen und kranken Neugeborenen. Ihre Ausbildungsverträge haben die Hebammen-Studentinnen mit den Kooperationskliniken geschlossen. Die Sprecherin sagte, sie und das ganze Team seien froh, dass der Studiengang Hebammenwissenschaft trotz der Corona-Pandemie vor einem halben Jahr reibungslos gestartet sei. Zum Wintersemester 2021/22 würden wieder neue Studierende aufgenommen. Kapazität gebe es für rund 30 Plätze.

Nöte der Hebammen im Berufsalltag

In der Pandemie bieten knapp 270 im Landesverband Mecklenburg-Vorpommern organisierte Hebammen ihre Dienste mit entsprechenden Hygienekonzepten an. So finden Geburtsvorbereitungskurse, wenn es technisch machbar ist, online statt. Ein großes Problem im Berufsalltag der Hebammen seien aktuell die Schließungen von Geburtskliniken wie beispielsweise auf Rügen. So sei eine flächendeckende Versorgung vor allem in ländlichen Gebieten kaum machbar, sagte eine Verbandssprecherin. Zudem sei die vereinheitlichte Berufshaftpflichtversicherung für Hebammen, die außerklinische Geburten anbieten, sehr hoch. Diese kostet derzeit 10.000 Euro im Jahr.

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 05.05.2021 | 16:30 Uhr

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