Rostock und Greifswald: Studierende fordern mehr Unterstützung vom Land

Stand: 11.09.2021 15:01 Uhr

Rund 30 Studierende haben jeweils in Rostock und Greifswald demonstriert. Sie forderten, dass die Studierendenwerke höhere Zuschüsse bekommen. Das sei notwendig, weil zum Beispiel die Betriebskosten der Mensen gestiegen seien.

Demnach seien die Kosten für Personal, Waren und Energie in den Mensen in den vergangenen zehn Jahren um 44 Prozent angestiegen. Die Landeszuschüsse hingegen seien im selben Zeitraum nur um 14 Prozent erhöht worden.

Mensa-Essen und Semesterbeiträge sind teurer geworden

Die erhöhten Kosten tragen am Ende die Studierenden: Das Mensa-Essen und auch die Semesterbeiträge seien in den vergangenen Jahren deutlich teurer geworden, wie es in den Redebeiträgen hieß. Der Leiter des Studierendenwerks Rostock-Wismar, Kai Hörig, befürchtet, dass möglicherweise einzelne Mensa-Standorte demnächst schließen müssen, wenn das Land seine Zuschüsse nicht erhöht.

Mehr Wohnraum und Beratungsangebote gefordert

Zudem sei der Wohnraum in beiden Universitätsstädten knapp. Laut den Forderungen werden daher extra Zuschüsse für Wohnheime benötigt. Außerdem gebe es viele Nachfragen nach psychosozialen Beratungen. Für die Studierendenwerke sei das momentan nur eine optionale Aufgabe. Laut den Demonstrierenden sollte das jedoch gesetzlich verankert und besser finanziert werden. Bildungsministerin Martin äußerte auf NDR Anfrage Verständnis für die Forderungen- verwies für Konkretes aber auf die Zeit nach der Wahl.

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 11.09.2021 | 15:00 Uhr

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