Rostock: Christoph Kües (l-r), Kapitän, Claudia Roth (Bündnis 90/Die Grünen), Bundestagsvizepräsidentin, und Alpha Jor Barry aus Sierra Leone, Taufpate und aus dem Mittelmeer Geretteter, stehen bei der Taufe des vierten Rettungsschiffes der Seenotrettungsorganisation Sea-Eye neben der "Sea-Eye 4". © dpa-Bildfunk Foto: Bernd Wüstneck/dpa-Zentralbild

Rostock: Neues Rettungsschiff "Sea-Eye 4" getauft

Stand: 28.02.2021 17:54 Uhr

Die Seenotrettungsorganisation Sea-Eye hat am Sonntag in Rostock ihr viertes Schiff getauft. Die "Sea-Eye 4" soll nach Angaben der Initiatoren im Frühjahr ihren Einsatz im Mittelmeer starten.

Die Schiffstaufe der "Sea-Eye 4" sei ein wichtiges Zeichen für die Humanität und für das praktische Eintreten für Menschenrechte, sagte Claudia Roth (Grüne), Bundestagsvizepräsidentin und Mitglied von "Sea Eye". Es seien zivile Seenotretter, die die Grundwerte der Europäischen Union hochhalten. Ihr Dank gelte den vielen Engagierten auf See, die sich jeden Tag mutig und unbeirrt dafür einsetzten, Menschenleben zu retten, erklärte Roth.

Rund eine Million Euro investiert

Finanziert wurde das neue Schiff größtenteils vom Bündnis "United4Rescue", an dem auch die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) beteiligt ist. Die Kosten für Anschaffung, Umbau und Überführung liegen bei etwa einer Million Euro. Nach Angaben von "Sea-Eye" werden noch weitere Spenden gebraucht. Es ist nach der "Sea-Watch 4" das zweite Schiff, das mit Hilfe von kirchlichen Spenden zur Rettung von Flüchtlingen ins Mittelmeer geschickt wird.

Heimathafen wird Regensburg

Das knapp 50 Jahre alte Schiff ist 55 Meter lang und hat bisher Baumaterialien auf der Ostsee transportiert. Seit Oktober hatten Hunderte ehrenamtliche Helfer das Boot zu einem Rettungsschiff umgebaut. Heimathafen soll Regensburg werden, wo der Verein seinen Sitz hat.

Weitere Informationen
Ein Ölbekämpfungsschiff legt während einer großen Seerettungsübung eine Ölsperre vor der Küste von Warnemünde - daran beteiligt sind auch zwei Boote der DGzRS. © ndr.de Foto: Jürgen Opel

Große See-Rettungsübung vor Warnemünde

Am Strand von Warnemünde konnten Gäste am Montag eine See-Rettungsübung mit DGzRS-Rettungskreuzer Theo Fischer beobachten. Das Ziel war, das Zusammenspiel aller beteiligten Einheiten zu üben. mehr

Der neue Seenotrettungskreuzer "Hamburg". © NDR Foto: Dietrich Lehmann

Neuer Seenotrettungskreuzer "Hamburg" getauft

Die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger hat ihren jüngsten Seenotrettungskreuzer auf den Namen "Hamburg" getauft. Er ist in der Nordsee unterwegs und auf Borkum stationiert. mehr

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | Die Nachrichten | 28.02.2021 | 18:00 Uhr

Mehr Nachrichten aus Mecklenburg-Vorpommern

Schwerin: Ein Radfahrer ist zwischen den Staatlichen Museum (r) und dem Mecklenburgischen Staatstheater (l) unterwegs. © dpa-Bildfunk Foto: Jens Büttner

Pläne für harten Lockdown in MV werden konkreter

Die Landesregierung will mit einem Runterfahren des öffentlichen Lebens die steil steigenden Corona-Zahlen senken. Ab Montag sollen alle Schulen im Land schließen. mehr