Stand: 11.01.2020 10:07 Uhr

Passagier-Zahlen in Rostock-Laage halbiert

Flughafen Rostock-Laage von oben © Flughafen Rostock-Laage
Wer eine Kreuzfahrt in Rostock beginnen will, kann über den Airport in Laage anreisen. (Archivbild)

Nach den Insolvenzen zweier Fluggesellschaften hat der Flughafen Rostock-Laage im vergangenen Jahr einen drastischen Rückgang der Passagierzahlen hinnehmen müssen. Nachdem 2018 noch mit rund 296.000 Passagieren ein Rekord verzeichnet wurde, waren es im vergangenen Jahr mit etwa 148.000 nur noch die Hälfte, sagte Flughafen-Geschäftsführerin Dörthe Hausmann. Allerdings liege diese Zahl um 3,5 Prozent höher als nach den Insolvenzen der Fluggesellschaften "Germania" und "Flybmi" für 2019 geplant war.

Land half mit Finanzspritze

Dank einer Übergangsfinanzierung durch das Land und der Neuausrichtung des Geschäftsmodells sei es dennoch gelungen, 2019 mit einem "wirtschaftlich vorzeigbaren Ergebnis" abzuschließen. Dieses liege nach vorläufigen Berechnungen bei einem Plus von rund 300.000 Euro. "Die Gesellschafter werden neben den genehmigten Betriebsbeihilfen nicht weiter belastet", betonte sie. Gesellschafter sind die Städte Rostock und Laage sowie der Landkreis Rostock. Von denen erhält der Flughafen jährlich 1,8 Millionen Euro, eine Million Euro kommt vom Land.

Kreuzfahrtpassagiere kommen per Flug

Nach den Insolvenzen seien Verträge mit neuen Partnern im Geschäftsreise- sowie im touristischen Segment geschlossen werden, sagte Hausmann. So seien rund 36.500 Passagiere auf den zehn wöchentlichen Lufthansa-Flügen von und nach München gezählt worden. Im Ferienflugbereich seien mehr als 53.350 Passagiere nach Mallorca, Antalya und Hurghada transportiert worden. Bereits im fünften Jahr nutzten über 52.000 Kreuzfahrtpassagiere den Flughafen zur An- und Abreise zu ihrer Kreuzfahrt. Für 2020 sei geplant, das Geschäft auf drei Standbeine zu stellen. Dies seien der Luftverkehr sowie die Entwicklung und Vermarktung eigener Flächen. Auch soll der Flughafen als Technologiestandort ausgebaut werden.

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NDR 1 Radio MV | 11.01.2020 | 10:00 Uhr

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