Stand: 06.04.2018 14:18 Uhr

Neuer "Christoph 47" in Greifswald gelandet

In Greifswald hat die DRF Luftrettung am Freitag einen neuen Hubschrauber vorgestellt. Das neue Modell EC 145 unter der gleichen Kennung "Christoph 47" löst die ältere Version BK 117 ab. Wie die DRF mitteilte, ist er deutlich leistungsfähiger als sein Vorgänger. Der acht Millionen Euro teure Rettungshubschrauber bietet eine höhere Reichweite, mehr Platz für die Patientenversorgung und sogar einen Inkubator für Säuglinge.

Rettungshubschrauber "Christoph 47" vorgestellt

Kommt ein vierter Rettungshubschrauber in Schwerin?

Wie Gesundheitsminister Harry Glawe (CDU) in Greifswald sagte, will das Land die Luftrettung in MV weiter ausbauen. Derzeit stehen in Mecklenburg-Vorpommern in Greifswald, Neustrelitz und Güstrow insgesamt drei Maschinen in Bereitschaft. Glawe sieht Bedarf für einen vierten Hubschrauber - stationiert in Schwerin. Allerdings bedürfe es dazu noch Gespräche mit den Krankenkassen. Die Kosten für den medizintechnisch voll ausgestatteten Hubschrauber in Greifswald in Höhe von acht Millionen Euro werden von der DRF Luftrettung vorfinanziert und durch die Krankenkassen über Jahre refinanziert.

Mehr Reichweite und nachtflugfähig

Der Vorstand der DRF Luftrettung, Peter Huber, lobte vor allem den größeren Einsatzradius des neuen Modells EC 145. Mit nur einer Tankfüllung könne die Maschine rund 700 Kilometer (statt 500) zurücklegen und sei auch für Nachflüge ausgerüstet, so Huber. Wie der Chef der AOK Nordost, Frank Ahrend, sagte, solle jetzt darüber verhandelt werden, ob der Hubschrauber auch in der Nacht eingesetzt wird.  

"Menschen werden nicht nur tagsüber schwer krank."

"Christoph 47" ist künftig in Vorpommern, auf Rügen und Usedom sowie an der Mecklenburgischen Seenplatte im Einsatz. Mit dem Hubschrauber verkürzten sich die Transportzeiten von den Inseln im Vergleich zu einem Rettungswagen von einer Stunde auf 15 Minuten. Dies könne gerade bei Schlaganfallpatienten der lebensentscheidende Unterschied sein, sagte der Chef der Greifswalder Notfallmedizin, Klaus Hahnenkamp. Er warb dafür, die Flugzeiten auf die Nacht auszuweiten, nachdem dafür die technischen Voraussetzungen geschaffen wurden. "Menschen werden nicht nur tagsüber schwer krank," so Hahnenkamp. Im vergangenen Jahr flog die Besatzung 1.460 Rettungseinsätze.

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 06.04.2018 | 15:00 Uhr

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