Neubrandenburg: Elf Jahre Haft im Prozess um angezündete Frau

Stand: 17.05.2022 15:22 Uhr

Im Prozess um eine angezündete Frau ist am Landgericht Neubrandenburg das Urteil gefallen. Der 56-jährige Angeklagte muss wegen versuchten Mordes sowie gefährlicher und schwerer Körperverletzung für elf Jahre ins Gefängnis.

Die Kammer begründete ihr Urteil damit, dass der Mann aus Kritzkow im Kreis Rostock die junge Frau hat töten wollen, um zu verschleiern, dass er mit der 33-Jährigen eine kleine Tochter hat. Der 56-Jährige aus dem Landkreis Rostock sei des versuchten Mordes und der gefährlichen Körperverletzung schuldig, sagte Richterin Daniela Lieschke. Hintergrund sei, dass der Mann eine Vaterschaftsklage verhindern wollte.

Mann legte Teilgeständnis ab

Mit dem Urteil folgte die Kammer im Wesentlichen der Forderung der Staatsanwaltschaft, die eine Freiheitsstrafe von 13 Jahren verlangt hatte. Die Verteidigung hatte zweieinhalb Jahre Haft wegen fahrlässiger Brandstiftung verlangt. Der 56-Jährige hatte gestanden, die 33-jährige Bekannte und deren Mutter im Oktober 2021 in Neubrandenburg überrascht und attackiert zu haben. Er gab auch zu, im Flur der Wohnung Feuer gelegt zu haben, bestritt aber, die Frau dabei angezündet zu haben.

Opfer leidet weiter an den Folgen des Anschlags

Das Opfer erlitt dabei lebensgefährliche Verbrennungen. Sie konnten nur Dank der Hilfe von Nachbarn aus der brennenden Wohnung gerettet werden. Der Verurteilte wurde nach der Flucht an seinem Wohnort gefasst. Das Opfer leidet noch immer an den Folgen der schweren Brandverletzungen.

Weitere Informationen
Das Justizzentrum in Neubrandenburg © DPA-Bildfunk Foto: Bernd Wüstneck

Prozess um angezündete Frau: Opfer mit Erinnerungslücken

Der 56-Jährige soll laut Anklage eine Bekannte angezündet haben, weil er verschleiern wollte, dass er der Vater ihres kleinen Kindes ist. mehr

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 17.05.2022 | 15:30 Uhr

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