Stand: 23.09.2019 14:54 Uhr

Landgericht Rostock fällt Urteil im Prostituierten-Prozess

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Das Landgericht Rostock hat den Angeklagten wegen gefährlicher Körperverletzung zu acht Jahren Haft und anschließender Sicherungsverwahrung verurteilt.

Im Prozess um brutale Übergriffe auf zwei Prostituierte hat das Landgericht Rostock den 28-jährigen Angeklagten zu acht Jahren Freiheitsstrafe wegen gefährlicher Körperverletzung verurteilt. Zusätzlich wurde Sicherungsverwahrung gegen ihn angeordnet. Damit soll verhindert werden, dass der Mann nach Verbüßung seiner Haftstrafe frei kommt.

Angeklagter hatte im Prozess gestanden

Der Angeklagte hatte im Verlauf des Prozesses gestanden, im Oktober 2018 eine 33-jährige sowie im Januar 2019 eine 40-jährige Frau mit einem Messer verletzt und gewürgt zu haben. Er hatte die beiden Frauen nach eigenen Angaben über ein Erotik-Onlineportal zu sich nach Hause eingeladen. Im ersten Fall konnte das Opfer schwer verletzt fliehen und ihn anzeigen. Der Mann wurde jedoch nicht festgenommen.

Verteidiger hatte fünf Jahre Haft gefordert

Drei Monate später würgte er das zweite Opfer bis zur Bewusstlosigkeit. Er selbst informierte über den Notruf die Polizei. Im Plädoyer hatte sein Verteidiger eine Haftstrafe von fünf Jahren wegen gefährlicher Körperverletzung gefordert. Sein Mandant habe den beiden Frauen Leid zufügen, sie aber nicht töten wollen.

Vorwurf des versuchten Totschlags fallen gelassen

Die Staatsanwaltschaft hatte den ursprünglichen Vorwurf des versuchten Totschlags fallen gelassen und sieben Jahre und sechs Monate Gefängnis beantragt. Ein Psychiater attestierte dem Angeklagten eine sexuelle sadistische Neigung. In seinem sogenannten letzten Wort im Prozess bereute der Angeklagte seine Taten. Er hoffe, die beiden Frauen würden irgendwann wieder ein normales Leben führen können, sagte er.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 23.09.2019 | 15:00 Uhr

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