Stand: 15.05.2019 17:11 Uhr

Kita-Betreuung: Experten fordern mehr Qualität

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Bildungsexperten kritisieren, dass auch das neue Kita-Gesetz zusätzliche Aufgaben für Erzieher vorsieht. (Archivbild)

Vor dem Sozialausschuss des Landtags haben Bildungsexperten, Gewerkschaften, Kita-Träger und Vertreter der kommunalen Spitzenverbände Qualitätsverbesserungen in der Kindertagesbetreuung angemahnt. In einer Anhörung für das neue Kita-Gesetz begrüßten sie zugleich die geplante Beitragsfreiheit für die Eltern ab 2020.

Experten: Mindestpersonalschlüssel erforderlich

In der Anhörung kritisierten viele Experten, dass auch das nächste Kita-Gesetz zusätzliche Aufgaben für Erzieher definiere, ohne die Personalausstattung anzupassen. Für echte Verbesserungen und Chancengleichheit sei ein landesweit einheitlicher Mindestpersonalschlüssel nötig, fordern die Gewerkschaften GEW und ver.di. Umstritten ist zudem die Verpflichtung, dass Kinder im Hort die Hausaufgaben verbindlich erledigen und Erzieher sie kontrollieren sollen.

Erzieher demonstrieren vor der Anhörung

Dazu kündigte Sozialministerin Stefanie Drese (SPD) Klarstellungen an. Erzieher im Hort würden nicht verpflichtet, die Hausaufgaben auf Richtigkeit zu überprüfen, sagte Drese. Vor der Anhörung hatten gut 100 Erzieher, Kita-Leiter und Erzieher-Schüler für mehr Qualität in der Kindertagesbetreuung demonstriert. Sie forderten auch, die Auszubildenden der neuen Erzieher-Ausbildung nicht mehr auf den Personalschlüssel der Kitas anzurechnen.

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 15.05.2019 | 18:00 Uhr

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