Das Segelschiff "Greif" liegt im Herbst 2020 seeuntüchtig im Heimathafen Wieck. © dpa Foto: Stefan Sauer

Greifswalder Bürgerschaft stimmt für Sanierung der "Greif"

Stand: 20.10.2020 08:35 Uhr

Die Greifswalder Bürgerschaft hat für die Sanierung der "Greif" gestimmt. Nach weiteren Finanzierungszusagen könnten die Arbeiten an dem Traditionssegler in etwa einem Jahr beginnen.

Greifswald will die stadteigene Schonerbrigg "Greif" sanieren und danach auch weiterbetreiben. Die Mehrheit der Bürgerschaft hat am Montagabend dafür gestimmt. Für Diskussionen sorgten die hohen Betriebskosten von 2022 an.

Betriebskosten: Gespräche über langfristige Förderung

Nach Schätzungen der Stadt könnte der jährliche Zuschuss bis zu 400.000 Euro betragen. Deshalb hat die SPD einen Antrag in die Sitzung eingebracht, dem zugestimmt wurde. Oberbürgermeister Stefan Fassbinder (Bündnis 90/Die Grünen) wird demnach beauftragt, mit Bund und Land Gespräche über eine langfristige Förderung der "Greif" zu führen. Schließlich sei sie nicht nur ein Greifswalder Schiff, sondern ein Denkmal von nationaler Bedeutung.

Weitere Finanzierungszusagen im November erwartet

Die Sanierung des früheren DDR-Segelschulschiffs, das 1951 als "Wilhelm Pieck" in Dienst gestellt wurde, beginnt nach derzeitigen Planungen in knapp einem Jahr und kostet rund 3,5 Millionen Euro, wovon die Stadt 940.000 Euro übernimmt. Voraussichtlich im November entscheiden Stiftungen, Bund und Land über eine Förderung - mündliche Zusage gebe es bereits, sagte Oberbürgermeister Fassbinder.

Rostende Außenhaut: Seetüchtigkeit aberkannt

Während eines Aufenthalts des Schiffs auf der Werft in Wolgast war festgestellt worden, dass die Außenhaut der "Greif" rostet. Weitere Mängel führten dazu, dass dem Schiff die Seetüchtigkeit aberkannt wurde. Seitdem liegt die "Greif " in ihrem Heimathafen in Wieck. Inzwischen wurde sie allerdings zum nationalen Maritimen Denkmal erklärt. Das Seesportzentrum Greif hat ein Konzept erarbeitet, wie das einzige Berufssegelschiff Deutschlands künftig betrieben werden könnte. Es sieht vor allem Angebote für Törns mit jüngeren Seglern vor.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 20.10.2020 | 08:00 Uhr

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