Diverse Welpen in einem Kofferraum © picture alliance  / blickwinkel Foto: J.S. Peifer

Ermittlungen wegen illegalen Welpen-Handels auf Rügen

Stand: 19.02.2021 15:23 Uhr

Wegen des Verdachts des illegalen Handels mit Welpen aus Rumänien hat die Polizei ein Haus auf Rügen durchsucht. Eine Frau und zwei Männer sollen damit 100.000 Euro erlöst haben.

Die Staatsanwaltschaft Dresden ermittelt gegen eine 41-jährige Frau aus Altefähr auf Rügen sowie zwei mutmaßliche Mittäter aus Rumänien. Sie sollen seit 2019 Welpen aus Rumänien und anderen osteuropäischen Ländern illegal nach Deutschland gebracht haben. Die jungen Hunde – darunter Golden Retriever und Cocker Spaniel - sollen oft zu früh von den Muttertieren getrennt worden sein.

Verkaufserlöse in Höhe von 100.000 Euro

Nach Angaben der Staatsanwaltschaft waren sie zudem nicht geimpft. Für 1.500 bis 2.500 Euro wurden die Welpen mit falschen Angaben in den Tierpässen verkauft, vor allem in Dresden, Hamburg und auf Rügen. Mindestens drei Welpen waren krank und starben kurz nach dem Verkauf, so die Ermittler. Sie werfen den Beschuldigten gewerbsmäßigen Betrug in mindestens 47 Fällen vor. Die Staatsanwaltschaft beziffert die vermutlich illegalen Verkaufserlöse auf mindestens 100.000 Euro.

Zwei Welpen im Tierheim

Die Polizei war den Hunde-Händlern offenbar schon längere Zeit auf der Spur. In der vergangenen Woche wurden die Wohnung der beschuldigten Frau in Altefähr und eine Ferienwohnung in Laußnitz in Sachsen durchsucht. Die Beamten stellten hochwertige Autos sicher, mit denen die Welpen transportiert worden sein sollen, sowie Handys, Geschäftsunterlagen und etwa 10.000 Euro Bargeld. Sie fanden auch zwei noch nicht verkaufte Welpen. Sie wurden in ein Tierheim gebracht.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 19.02.2021 | 17:00 Uhr

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