Einzelhandel: Shoppen mit Termin lohnt sich nicht

Stand: 04.03.2021 13:33 Uhr

Geschäfte im Einzelhandel sollen vom kommenden Montag an unter Auflagen wieder öffnen dürfen, sofern die Sieben-Tage-Inzidenz im jeweiligen Landkreis unter 100 liegt. Der Handelsverband Nord ist dennoch enttäuscht.

Das Ergebnis der Bund-Länder-Beratungen sei aus Sicht des Handels in keiner Weise zufriedenstellend, sagte Verbands-Geschäftsführer Kay-Uwe Teetz. Voraussetzung für die Öffnung von Geschäften seien fest vereinbarte Einkaufstermine, wenn die Sieben-Tage-Inzidenz über 50 liegt. Feste Termine steigerten aber nicht die Besuchsfreudigkeit von Kunden. Es gebe nicht genug Kundendurchlauf, keine Laufkundschaft, Läden, die auf Touristen angewiesen sind, hätten das Nachsehen. Kurz: Shoppen mit Termin lohne sich betriebswirtschaftlich nicht, kritisiert Teetz.

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Handelsverband fordert sofortige Öffnung der Geschäfte

So gehe wieder ein Monat ins Land, in dem Händler nichts verdienen. Dabei zeige der Lebensmitteleinzelhandel, dass Hygienekonzepte funktionierten. Der Verband fordert deswegen eine sofortige Öffnung der Geschäfte, flankiert mit digitalen Lösungen. So sollten zum Beispiel Apps zur Nachverfolgung von Kontakten benutzt werden, um Infektionsrisiken noch stärker zu reduzieren. Es gebe noch viele offenen Fragen - etwa wie damit umgegangen wird, wenn Kreise in einem Bundesland teilweise extrem unterschiedliche Inzidenzwerte aufweisen oder wenn Nachbarländer unterschiedlich hohe Inzidenzwerte haben.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | Die Nachrichten | 04.03.2021 | 13:00 Uhr

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