Stand: 21.03.2020 18:00 Uhr  - NDR 1 Radio MV

Coronavirus: Das öffentliche Leben in MV flaut ab

Trotz guten Wetters sind die Strände in Mecklenburg-Vorpommern größtenteils leer geblieben.

Das öffentliche Leben in Mecklenburg-Vorpommern wird weiter eingeschränkt. Seit Samstagabend 18 Uhr müssen Gaststätten bis auf Weiteres geschlossen bleiben. Die Schließung sei nötig geworden, weil sich Gäste in Restaurants nicht an Mindestabstände halten würden, sagte Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD). Die Maßnahme sei auch ein Signal an alle, sich aus dem öffentlichen Raum zurückzuziehen und weitestgehend zu Hause zu bleiben.

Verwaiste Innenstädte

Daran hielten sich am Sonnabend schon viele Mecklenburger und Vorpommern. In den Innenstädten waren bei kühlem, aber sonnigen Wetter deutlich weniger Menschen unterwegs als gewöhnlich. Das Zentrum von Neubrandenburg war nahezu verwaist. Die Restaurants in der Rostocker Innenstadt waren am Sonnabendnachmittag schon überwiegend leer. Nur bei einigen Fastfood-Ketten herrschte noch vergleichsweise normaler Publikumsverkehr.

Baumärkte gut besucht

Auch in einer großen Shopping-Mall am Rande Schwerins blieben zahlreiche Parkplätze leer - eine Seltenheit an Sonnabenden. Viel Betrieb herrschte dagegen in Baumärkten. Viele Menschen decken sich mit Heimwerker-Materialien ein, um offenbar in den kommenden Wochen Renovierungsarbeiten in den eigenen vier Wänden durchzuführen. Auch Gartenbau-Artikel waren sehr gefragt, wie es hieß. Die Mitarbeiter in einigen Märkten tragen Handschuhe und sind durch Kunststoffscheiben an den Kassen geschützt. Auf den Böden kleben Markierungen, doch nicht alle Kunden halten sich an die empfohlenen Abstände von ein bis zwei Metern, wie ein NDR Reporter aus Neubrandenburg berichtete.

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Einkaufen in Corona-Zeiten: Kundenzahl begrenzt

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Viele Geschäfte in MV haben auf die neue Situation im Zuge der Coronakrise reagiert. In einigen Landkreisen haben einige Geschäfte jetzt auch Sonntags geöffnet. mehr

Leere Ostseestrände

Auch an Ostseestränden und auf den Strandpromenaden der Seebäder waren nur wenige Ausflügler unterwegs. In Kühlungsborn, Binz auf Rügen und Heringsdorf auf Usedom war ebenfalls wenig los, wie Mitarbeiter von Strandhotels sagten. Die Hotels in Mecklenburg-Vorpommern dürfen wegen des Coronavirus schon seit Tagen keine Touristen mehr beherbergen.

Trotz Verbots: Noch immer Touristen im Land

Trotz der Anordnung, dass alle Touristen Mecklenburg-Vorpommern bis Donnerstag verlassen haben mussten, halten sich nach Erkenntnissen der Landesregierung noch immer Urlauber in den Feriengebieten des Landes auf. Viele Urlauber hätten die Notwendigkeit der Maßnahme zur Eindämmung des Coronavirus verstanden, "aber es gibt auch Gäste, die es nicht einsehen", so Schwesig. Diese nähmen die Gesundheit der Bevölkerung nicht ernst, sondern erschwerten das Krisenmanagement.

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Corona-Krise in MV: Caffier beantwortete Ihre Fragen

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Die Auswirkungen der Corona-Krise werfen bei den Menschen im Nordosten viele Fragen auf. Innenminister Lorenz Caffier stand in einer Sondersendung Rede und Antwort. mehr

Kontrollen 355 Fahrzeuge zurückgeschickt

Innenminister Lorenz Caffier (CDU) werde im Zweifel hart durchgreifen. "Es wäre schön, wenn wir uns alle diese unschönen Szenen ersparen und alle vernünftig sind." Die Regelung gilt auch für Wohnwagen- und Wohnmobil-Urlauber. Seit Freitag kontrolliert die Polizei an zehn Punkten die Einreiseverbote für Touristen. Am ersten Tag wurden 355 Fahrzeuge wieder zurückgeschickt.

Akutkliniken in MV bereiten sich auf COVID-19-Patienten vor

Unterdessen laufen in den Akutkliniken des Landes nach Angaben der Krankenhausgesellschaft die Vorbereitungen auf steigende Zahlen von COVID-19-Patienten auf Hochtouren. In allen Krankenhäusern würden Isolationsmöglichkeiten für Corona-Patienten geschaffen werden, teilte der Geschäftsführer der Krankenhausgesellschaft im Land, Uwe Borchmann, mit. Alle Kliniken hätten ihre stillen Reserven gehoben und zusätzliche Beatmungsplätze auf ihren Intensivstationen geschaffen. Derzeit könnten dafür 512 Betten genutzt werden.

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Ansturm auf Baumärkte in MV trotz Corona

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Die Krankenhäuser in Mecklenburg-Vorpommern üben scharfe Kritik am Gesetzentwurf des Bundes zur Finanzierung der Coronakrise. Die vorgesehenen Gelder reichten bei Weitem nicht aus, so ein Vorwurf. mehr

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Weitere Maßnahme in der Coronakrise: Die Gastronomie in Mecklenburg-Vorpommern soll ab Samstagabend geschlossen werden. Das teilte Ministerpräsidentin Schwesig mit. mehr

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Der Tourismus in Mecklenburg-Vorpommern leidet massiv unter der Coronakrise. Nur die wenigsten Betriebe können länger ohne Gäste überleben. Der Branchenverband fordert schnelle Hilfen. mehr

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Gesundheitsminister Glawe schlägt wegen der Coronakrise vor, Personal aus Reha-Kliniken in Krankenhäusern einzusetzen. Durch Beschränkungen von Reha-Maßnahmen werden Kräfte frei. mehr

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Bayern hat umfassende Ausgangsbeschränkungen erlassen. In Mecklenburg-Vorpommern schließt die Landesregierung eine solche Maßnahme nicht aus - als "allerletztes Mittel". mehr

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Im Zuge der Maßnahmen gegen das Coronavirus ist in Mecklenburg-Vorpommern das Sonntagsverkaufsverbot aufgehoben worden. Die meisten Ketten wollen trotzdem sonntags nicht öffnen. mehr

Bürgertelefone zum Coronavirus

Zentrale Hotline des Wirtschafts- und Gesundheitsministeriums:
(0385) 588 - 5888
Mo. bis Do. 9 - 12 Uhr / 13 - 15 Uhr sowie Fr. 9 - 12 Uhr

Hotlines des Sozialministeriums:
(0385) 588 - 1999-7 und (0385) 588 - 19999 für Fragen rund um Krippen, Kindergärten, Horte und Kindertagespflegestellen
(0385) 588 - 19995 und (0385) 588 - 19997 für Fragen zu Pflege- und sozialen Einrichtungen
Mo. - Fr. 9 bis 18 Uhr

Hotline vom Kinderschutzbund für gestresste Eltern:
(0385) 479 - 1570
Mo. - Fr. 14 bis 17 Uhr

Seelsorge-Hotline der Nordkirche für Alte und Kranke:
(0800) 454 0106
täglich 14 bis 18 Uhr

Hotline des Landwirtschaftsministerium:
(0385) 588 - 6599
Mo. - Fr. 8 bis 17 Uhr

Gesundheitsamt Landkreis Mecklenburgische Seenplatte:
(0395) 57087 - 5330

Landkreis Vorpommern-Greifswald:
(03834) 8760 - 2300
Mo. - Fr. 8 - 20 Uhr, Sa. + So. 9 - 12 Uhr

Landkreis Vorpommern-Rügen:
(03831) 357 - 1000
E-Mail: corona-fragen@lk-vr.de

Landkreis Nordwestmecklenburg:
(03841) 3040 - 3000
Mo. bis Do. 9 - 12 Uhr / 13 - 17 Uhr sowie Fr. 9 - 12 Uhr

Landeshauptstadt Schwerin:
(0385) 545 - 3333
Mo. bis Do. 8 - 16 Uhr sowie Fr. 8 - 12 Uhr

Landkreis Rostock:
(03843) 7556 - 9999
Von 7 bis 22 Uhr geschaltet

Landkreis Ludwigslust-Parchim:
(03871) 722 - 8800
Mo. bis Do. 8 -12 Uhr/13 - 16 Uhr sowie Fr. 8 - 13 Uhr, Sa. und So. 9 - 16 Uhr

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 21.03.2020 | 18:00 Uhr

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