Stand: 08.07.2020 16:09 Uhr  - NDR 1 Radio MV

MV ergänzt Hilfsprogramm des Bundes in Millionenhöhe

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Bund und Land haben Corona-Hilfsprogramme als Überbrückung für die Sommermonate aufgelegt.

Das 25 Milliarden schwere Corona-Hilfsprogramm des Bundes für angeschlagene Unternehmen wird von der Landesregierung in Mecklenburg-Vorpommern mit bis zu 22 Millionen Euro zusätzlich unterstützt.

Landesregierung unterstützt bei den Personalkosten

Das Bundes-Hilfsprogramm für die Sommermonate Juni bis August sieht vor allem Zuschüsse bei den Fixkosten wie Mieten, Zinszahlungen, Leasingraten, Strom oder Versicherungen vor. Voraussetzung ist allerdings, dass die Selbständigen und Mittelständler einen deutlichen Umsatzrückgang nachweisen. Außerdem dürfen sie die Hilfen nur über einen Steuerberater oder Wirtschaftsprüfer beantragen - so will die Bundesregierung Betrugsfälle vermeiden.

Kleine und mittelständische Unternehmen profitieren

Das Ergänzungsprogramm der Landesregierung zielt hingegen auf die Personalkosten ab, die nicht durch Kurzarbeitergeld abgedeckt sind. Die Unterstützung soll vor allem kleinen und mittelständischen Unternehmen zugute kommen, die weiterhin von einem "erheblichen coronabedingten Umsatzausfall betroffen sind", so das Wirtschaftsministerium. "Für die Unternehmen sind vor allem die Personalaufwendungen kostenintensiv. Im Bundesprogramm werden die tatsächlichen Personalkosten für den eingeschränkten Betrieb des Unternehmens durch einen pauschalen Zuschlag in Höhe von zehn Prozent berücksichtigt. Pro Vollzeitbeschäftigtem können weitere Förderungen in Anspruch genommen werden, teilte Wirtschaftsminister Harry Glawe (CDU) am Mittwoch mit.

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FAQ: Wer bekommt Corona-Überbrückungshilfe?

Das FAQ des Bundeswirtschaftsministeriums bietet einen Überblick über die wichtigsten Fragen und Antworten rund um die Corona-Soforthilfen des Bundes. extern

Bis zu 1.000 Euro monatlich pro Vollzeitbeschäftigen

Die Ergänzung des Landes wird in Form von monatlichen Festbeträgen für die Monate Juni bis August gewährt. Bei einem Umsatzrückgang von mehr als 70 Prozent gebe es in den Monaten Juni bis August 1.000 Euro monatlich pro Vollzeitbeschäftigten. Bei einem Umsatzrückgang von 40 bis 49 Prozent gebe es 600 Euro pro Vollzeitarbeitnehmer, und 700 Euro bei 50 bis 70 Prozent weniger Umsatz. Die Personalkosten für Beschäftigte, die teilweise noch in Kurzarbeit sind, würden anteilig berücksichtigt. Die Beantragung erfolgt durch den Steuerberater oder Wirtschaftsprüfer beim Landesförderinstitut (LFI) zusammen mit dem Antrag auf Überbrückungshilfe des Bundes.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | Die Nachrichten | 08.07.2020 | 16:00 Uhr

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