Stand: 24.06.2020 15:43 Uhr

Beschäftigte in Kurzarbeit: MV führt "Neustart-Prämie" ein

Euroscheine © dpa bildfunk
Für die sogenannte Neustart-Prämie plant das Land MV 25 Millionen Euro ein. (Symbolbild)

Mecklenburg-Vorpommern zahlt nach Angaben von Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) als erstes Bundesland eine sogenannte Neustart-Prämie für Beschäftigte nach Kurzarbeit. Auf diese Prämie hat sich das sogenannte Zukunftsbündnis MV verständigt. Erstmals seit der Corona-Krise wurde am Mittwoch in der Runde aus Landesregierung, Unternehmerverbänden und Gewerkschaften die aktuelle Lage beraten.

Bis zu 700 Euro

Das Geld werde als monatlicher Bonus steuerfrei ausgereicht und könne sich insgesamt auf maximal 700 Euro summieren, sagte Schwesig. Die geplante Prämie solle verlorene Kaufkraft ausgleichen. Für das Vorhaben seien 25 Millionen Euro eingeplant. Aktuell sind nach Angaben der Arbeitsagentur corona-bedingt knapp 200.000 Beschäftigte von Kurzarbeit betroffen.

Unternehmen sollen wieder in Schwung kommen

Die Summe ist Teil eines neuen Konjkunkturpakets des Landes. Den Großteil - 50 Millionen Euro - gibt das Land zusätzlich für Hotels, Pensionen und andere Übernachtungsanbieter. Damit sollen Modernisierungen gefördert werden. Insgesamt gibt das Land 120 Millionen Euro auch für kleinere Förderprogramme. Alle Teilnehmer des Zukunftsbündnisses riefen Schulabgänger dazu auf, sich in den Betrieben für Ausbildungsplätze zu bewerben. Das Lehrjahr 2020 sei trotz Corona in MV kein verlorenes Jahr, es gebe weiter mehr Stellen als Bewerber.

Bund zahlt Prämie für Betriebe, die weiter ausbilden

Derweil will die Bundesregierung Betriebe unterstützen, die trotz der Corona-Krise weiter ausbilden. Ein entsprechendes Programm wurde nun vom Kabinett beschlossen. Die Firmen sollen demnach Prämien vom Staat erhalten. Vorgesehen ist ein Betrag von bis zu 3.000 Euro. Das Paket habe ein Volumen von 500 Millionen Euro, hieß es.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | Die Nachrichten | 24.06.2020 | 16:00 Uhr

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Coronavirus

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