Stand: 27.06.2019 14:51 Uhr

Beide Brände in Militärgebieten gelöscht

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Auf Usedom brennt der Wald in einem munitionsbelasteten Sperrgebiet im Norden der Ferieninsel.

Nach dem Brand bei Lübtheen ist auch der Waldbrand auf Usedom gelöscht. Die Feuerwehr in Karlshagen rechnet damit, den Einsatz am Abend abschließen zu können. Auf der Ostseeinsel Usedom ist am Dienstag ein rund sieben Hektar großer Wald in Flammen aufgegangen. Das Feuer auf einem ehemaligen Truppenübungsplatz bei Lübtheen (Landkreis Ludwigslust-Parchim), bei dem am Mittwoch 6,5 Hektar Wald schwelten, gilt nach Aussage der Einsatzkräfte ebenfalls als gelöscht. In beiden Fällen handelt es sich um munitionsbelastete Flächen, die die Löscharbeiten der Einsatzkräfte erschwerten.

Feuer kann sich unterirdisch ausbreiten

Probleme bereitete den Einsatzkräften der Wind, der den Brand immer wieder anfachte. Am Vormittag wurden weitere Einsatzkräfte angefordert um das Gebiet, dass etwa die Größe von zehn Fußballfeldern hat, zu bearbeiten. Die Feuerwehr hatte ein Netz von Wasserschläuchen im Wald ausgelegt und den Boden mit Spaten aufgelockert, damit das Löschwasser besser aufgenommen wird.

Munitionsbergungsdienst sichert verdächtigen Gegenstand

Das Feuer war am Mittwochnachmittag westlich vom Parkplatz Kienheide bei Karlshagen ausgebrochen und ist aus dem zweiten Weltkrieg munitionsbelastet. Daher konnten die Feuerwehrleute am Mittwoch zunächst nicht löschen und das Feuer konnte sich unkontrolliert ausbreiten. Erst nach der Entwarnung durch den Munitionsbergungsdienst am Nachmittag konnte die Feuerwehr in das Gebiet vordringen. Nach Angaben des Landkreises Vorpommern-Greifswald wurde am frühen Mittwochabend in dem Wald ein mutmaßlicher Sprengkörper gefunden. Der Munitionsbergungsdienst musste anrücken und hat den Gegenstand sicher geborgen.

Waldbrand in munitionsbelasteten Gebiet bei Lübtheen

Löschpanzer auch heute bei Lübtheen im Einsatz

In Lübtheen im Landkreis Ludwigslust-Parchim ist das Feuer inzwischen gelöscht, hier habe der Löschpanzer die Arbeit deutlich erleichtert.
Außerdem führten Regenfälle in der letzten Woche dazu, dass frisches Grün gewachsen ist, das nicht brennt und die Flammen zum Teil gestoppt hat. Am Brandort bei Volzrade wurde bereits mit dem Abbau begonnen. Seit Ausbruch des Waldbrandes am Dienstag waren auf dem ehemaligen Truppenübungsplatz 205 Kräfte im Einsatz. Der Waldboden wurde mit insgesamt rund acht Millionen Liter Wasser geflutet. Gegen 18 Uhr plant die Einsatzleitung das Waldgebiet wieder an die Bundesforstverwaltung zurückzugeben. Dann sollen auch die Straßensperrungen bei Volzrade aufgehoben werden.

Landrat lobt Einsatz des Löschpanzers

Vor allem durch den Einsatz des Löschpanzers habe das Feuer schnell und ohne Katastrophe unter Kontrolle gebracht werden können, sagte Landrat Stefan Sternberg NDR 1 Radio MV. Dadurch seien die Löscharbeiten um rund einen Tag verkürzt worden. Auf dem munitionsverseuchten Gebiet hätte kein Feuerwehrmann ohne Gefahr für Gesundheit und Leben im Wald arbeiten können.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 27.06.2019 | 14:00 Uhr

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