Bildmontage: Atommüllfässer, ein Ortsschild mit der Aufschrift "Endlager". Im Hintergrund eine Deutschlandfahne (unscharf). © picture alliance/blickwinkel

Atommüll-Endlagersuche: Entscheidung erst 2031

Frühestens in drei Jahren soll es konkretere Aussagen zum Standort eines Atommüll-Endlagers geben. So hieß es am Donnerstagabend bei einer Informationsveranstaltung in Waren/Müritz. 90 Standorte werden genauer geprüft - auch in MV.

Zu Gast in Waren war Jörg Ottmann vom Bundesamt für Sicherheit der nuklearen Entsorgung (BASE) - eingeladen zur Informationsveranstaltung hatte die Stadtverwaltung. Ottmann stellte klar: erst soll es weitere Messungen geben, dann müssen die Daten ausgewertet werden und erst danach könnte das Bundesamt die Suche weiter eingrenzen.

Auch vier Regionen in MV werden genauer untersucht

Grundsätzlich untersucht werden Regionen mit Gesteinsformationen etwa aus Salz, Ton und Granit. Berücksichtigt man die Überlagerung einiger Teilgebiete ist in Deutschland eine Fläche von gut 194.000 Quadratkilometern betroffen - also rund 54 Prozent der gesamten Bundesfläche. In Mecklenburg-Vorpommern hatte das Bundesamt Gebiete unter Rügen und unter Teilen der Ostsee sowie südöstlich von Ludwigslust in den Blick gefasst, ebenso wie große Teile Mecklenburgs und den Westen Vorpommerns bis zu einer Linie Rostock-Teterow-Waren-Neubrandenburg.

Entscheidung bis 2031

Im nächsten Schritt soll die Bundesgesellschaft für Endlagerung erstmals oberirdische Messungen vornehmen. Dann soll es eine weitere Eingrenzung geben. Darüber werde dann der Bundestag weiter entscheiden, hieß es. Danach sind unterirdische Messungen geplant. In zehn Jahren soll ein Ort für ein Atommüll-Endlager gefunden sein - so hatte es der Bundestag beschlossen. 2050 dann soll das Lager in Betrieb gehen. Im laufenden Prozess sollen immer wieder die Bürger informiert werden - in drei Phasen, die erste dieser drei läuft derzeit noch. Erst im vergangenen Jahr hatte das Bundesamt seinen Zwischenbericht vorgelegt.

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